SpOn 30.07.2026
09:45 Uhr

ADAC: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren


Schulterblick, mit einer Hand fahren, Zeichen geben: Viele Kinder in Deutschland beherrschen für den Straßenverkehr wichtige Fähigkeiten beim Radfahren nicht, zeigt eine Umfrage. Was Eltern tun können.

ADAC: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren

In die Schule, zur Eisdiele, ins Schwimmbad: Fahrradfahren ermöglicht vielen Kindern Freiheiten. Immerhin 96 Prozent der Kinder zwischen vier und zwölf Jahren können sich auf dem Rad fortbewegen, zeigt eine Umfrage des ADAC.

Allerdings beherrschen zumindest nach Angaben der Eltern nur etwa 60 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen jene Fähigkeiten, die für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind, etwa Schulterblick, Handzeichen geben oder mit einer Hand fahren. Für die Umfrage wurden mehr als tausend Eltern in Deutschland mit Kindern zwischen vier und zwölf Jahren befragt.

»Beim Anfahren, Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten, Handzeichen geben und Regeln beachten«, heißt es vom ADAC. Deshalb sei es so wichtig, dass Kinder sicheres Fahrradfahren lernten. Selbst bei den Zehn- bis Zwölfjährigen, die üblicherweise eine Fahrradausbildung in der Schule bekommen haben, könnten über 20 Prozent nicht sicher Handzeichen geben.

Übung und Vorbilder

In einer Umfrage vom Mai hatten sich Lehrkräfte ähnlich geäußert. Etwa die Hälfte der Kinder hat demnach erhebliche Aufmerksamkeitsdefizite im Straßenverkehr, ein Drittel hat Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren. 2025 starben in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen, 13 davon waren mit dem Fahrrad unterwegs.

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Damit Kinder sicher mit dem Rad unterwegs sind, brauche es vor allem »Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern«, erklärte Christina Tillmann, Vorständin der ADAC-Stiftung. Wer in den Sommerferien mit dem Nachwuchs viel Zeit auf dem Rad verbringe, »macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren Strecken«. Das sei auch eine bessere Option, als »die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu chauffieren«.

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