Die Entscheidung ist gefallen: Kurz vor der WM in den USA, Mexiko und Kanada tauscht Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Nummer eins im Tor aus.
Oliver Baumann, der nach dem Rücktritt Manuel Neuers 2024 die Spiele bestritt, rückt ins zweite Glied zurück. Ein Vorgang, der auch wegen der unglücklichen Kommunikation Nagelmanns in den vergangenen Wochen Fans und Medien beschäftigt hat.
Kurzfristige Wechsel vor WM-Start im deutschen Tor hat es auch schon in der Vergangenheit gegeben, manchmal dehnten sich die Differenzen bis ins Turnier hinein aus.
Wir haben die größten Aufregerduelle der deutschen WM-Geschichte zusammengestellt.
1962 Tilkowski gegen Fahrian
Hans Tilkowski, Wolfgang Fahrian und Günter Sawitzki vor der WM 1962
Foto: Schirner Sportfoto / IMAGOAls unangefochtener Stammtorhüter fuhr Hans Tilkowski zur WM 1962 in Chile. Doch kurz vor der ersten Partie eröffnete ihm Bundestrainer Sepp Herberger, dass Wolfgang Fahrian von der TSG Ulm den Vorzug im deutschen Tor erhalten würde. Ein 20-jähriger Zweitligatorhüter, der erst zwei Jahre zuvor vom Feldspieler zum Schlussmann umgeschult wurde?
Das war für Tilkowski, von Herberger zuvor fürs Turnier mit der Rückennummer eins ausgestattet, zu viel. Der 26-Jährige verlangte die Aushändigung seines Reisepasses und ein Rückflugticket (beides wurde ihm verweigert), anderen Berichten zufolge soll er auch an das Mobiliar seines Hotelzimmers Hand angelegt haben.
