SZ 16.06.2026
10:50 Uhr

Virtuelle Netzbetreiber: Braucht Deutschland wirklich einen neuen Mobilfunkanbieter?


Faire Verträge und eine Hotline, bei der sich nach zehn Sekunden ein Mensch meldet – mit diesen Versprechen will der österreichische Mobilfunkanbieter Spusu den deutschen Markt überzeugen. Aber die Konkurrenz ist groß.

Virtuelle Netzbetreiber: Braucht Deutschland wirklich einen neuen Mobilfunkanbieter?
Franz Pichler ist Gründer und Chef des österreichischen Mobilfunkunternehmens Spusu. Spusu

Im Englischen gibt es für das, was Franz Pichler macht, den schönen Ausdruck „no frills“, was sich in etwa mit „ohne Schnickschnack“ übersetzen lässt. Es begann mit dem Eurovision Song Contest (ESC) 2015. Mass Response, die Firma des Österreichers Pichler, erhielt den Auftrag, beim Wettbewerb in Wien die Publikumsabstimmung zu managen. Kein leichtes Unterfangen, denn in kürzester Zeit gehen enorm viele Telefonanrufe ein, die alle beim Voting berücksichtigt werden sollen. Nachdem das geklappt hatte, keimte der Gedanke auf, die Entwicklung für das nächste Produkt zu nutzen: einen virtuellen Netzbetreiber zu gründen. Sprich: einen Mobilfunkanbieter.

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