Es klingt wie eine Randnotiz, ist es aber nicht: Donald Trump hat bei der UN-Generalversammlung fast ausschließlich vom Manuskript abgelesen. Und was er da vorgelesen hat, war eine seiner brutalsten Reden bisher. Dem Iran drohte er mit der „Auslöschung“, der Welt erklärte er, warum die USA sich um diplomatische Gepflogenheiten nicht mehr kümmern müssten. SZ-Korrespondent Boris Herrmann hat sich die Rede in New York angehört, und als ob die nicht schon beklemmend genug gewesen wäre, ging es für ihn weiter zur Pressekonferenz von Sergej Lawrow, dem russischen Außenminister. Und da wurde es dann richtig unangenehm, auch für ihn persönlich.
