SZ 05.10.2026
12:20 Uhr

Nations League: Irland will nicht mehr gegen Israel spielen


Die Uefa müsse eingreifen und etwas unternehmen, fordert der irische Nationaltrainer Hallgrimsson nach dem Rückspiel in der Nations League.

Nations League: Irland will nicht mehr gegen Israel spielen
Bei der Hymne Israels senken die Spieler Irlands die Köpfe.
Darko Vojinovic/AP/dpa

Der irische Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) dazu aufgefordert, Spiele zwischen Irland und Israel in Zukunft zu vermeiden. „Die Uefa muss eingreifen und etwas unternehmen“, sagte der Isländer nach dem Rückspiel in der Nations League (1:1) dem irischen Fernsehsender RTE. Irland und Israel sollten nicht mehr gegeneinander spielen, betonte Hallgrimsson, „aber das ist nicht unsere Entscheidung, sondern die der Uefa“. Er wünsche jedenfalls „keiner Nationalmannschaft, dass sie das durchmachen muss, was wir in den vergangenen zwei Wochen durchmachen mussten“.

Das Rückspiel am Sonntagabend war vom irischen Verband (FAI) bereits im Juni von Dublin ins serbische Backa Topola verlegt worden, nachdem es Forderungen nach einem Boykott als Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen gegeben hatte. Beide Spiele wurden von hitzigen politischen Debatten begleitet. Die irischen Spieler waren aus der Heimat dazu aufgefordert worden, die Länderspiele zu boykottieren. Ersatztorwart Gavin Bazuno verzichtete auf eine Teilnahme. Fans waren nicht zugelassen. Die irischen Spieler verzichteten auf Händeschütteln oder Abklatschen und senkten bei der Nationalhymne Israels den Kopf.

Hallgrimsson hatte die Diskussionen durch Aussagen bei der Nominierung des Kaders angeheizt. Nach dem Rückspiel sagte er erneut, er hätte diese besser unterlassen. „Heute denke ich, dass ich damals einen Fehler gemacht habe, weil ich meine persönlichen Gefühle und Ansichten hätte zurückstellen müssen, wenn ich als Sprecher einer Organisation und einer Gruppe auftrete.“

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