SZ 20.05.2026
18:03 Uhr

Klimakrise: Klimaforscher korrigieren ihr Worst-Case-Szenario. Doch das neue sieht ebenfalls düster aus


Fachleute sortieren das bisherige schlimmstmögliche Emissionsszenario aus – es sei einfach nicht mehr plausibel. Eine Erfolgsgeschichte. Doch Klimawandelleugner versuchen diese nun umzudeuten.

Klimakrise: Klimaforscher korrigieren ihr Worst-Case-Szenario. Doch das neue sieht ebenfalls düster aus
Braunkohle-Kraftwerk Neurath von RWE westlich von Köln: Um die klimaschädlichen Kohlekraftwerke abschalten zu können, braucht Deutschland neue Gaskraftwerke. Norbert Wienold

Es klingt erst mal wie ein Witz: US-Präsident Donald Trump, der sich nicht um den Klimawandel schert und die Klimaforschung im eigenen Land demontiert, schaltet sich in eine wissenschaftliche Debatte um Emissionsszenarien namens RCP8.5 und SSP5-8.5 ein. Bis vor wenigen Tagen dürften diese noch vor allem Klimaforschern ein Begriff gewesen sein. Sie beschreiben eine sich drastisch erhitzende Welt bei stark zunehmenden Treibhausgas-Emissionen. Nun sollen sie aussortiert werden, was kein ungewöhnlicher Vorgang ist. Aber nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland schlagen die Wellen hoch: Am Mittwoch hielt der Bundestag auf Antrag der AfD eine Aktuelle Stunde dazu ab. Warum all der Wirbel?

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