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26.08.2026
19:12 Uhr
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Von 1996 bis 2018 spielte der Berliner Schauspieler den Kommissar Mario Kopper im „Tatort“ von Ludwigshafen. Er wurde 66 Jahre alt.

Schauspieler Andreas Hoppe. Uwe Zucchi/dpa
Als langjähriger „Tatort“-Kommissar Mario Kopper aus Ludwigshafen wurde er deutschlandweit bekannt: Der Schauspieler Andreas Hoppe ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Wie seine Agentur unter Berufung auf Hoppes Familie mitteilte, starb er bereits am 17. August unerwartet. Der Schauspieler lebte in Berlin.
Hoppe spielte von 1996 bis 2018 den Kommissar Kopper an der Seite von Schauspielerin Ulrike Folkerts als Lena Odenthal. Insgesamt war er in 57 Folgen der Krimireihe zu sehen. „Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist. Uns verbinden nicht nur 21 Jahre ‚Tatort‘ Ludwigshafen, Lena und Kopper, wir kannten uns bereits aus den Jahren 1982 bis 1986, waren wir doch an derselben Schauspielschule, in derselben Schauspielklasse, haben zusammen die ersten Schritte Richtung Bühne gewagt“, sagte Folkerts in einer Mitteilung des SWR.
„Ich bin traurig, Andi, das war viel zu früh, Du warst so ein besonderer Typ! Mein tiefes Mitgefühl für all diejenigen, die zuletzt ganz nah bei Dir waren! Ciao Kopper“, wird Folkerts zitiert.
Bei seinem letzten Einsatz im Ludwigshafen-"Tatort" gerät Kommissar Kopper in ein gewaltiges moralisches Dilemma. Etwas Besseres hätte ihm kaum passieren können.
Kommissar Kopper hatte italienische Wurzeln, er kochte gerne und brachte einen gemütlichen Aspekt in die Krimiserie, die Kommissare lebten zuletzt in einer Wohngemeinschaft. Der Titel von Hoppes Auftakt lautete „Der kalte Tod“.
Mehr als 20 Jahre lang spielte der am 1. Juni 1960 in Berlin geborene Hoppe anschließend diese Rolle. Er sei nahbar und glaubwürdig gewesen, immer mit dem Herz am rechten Fleck, erklärte SWR-Intendant Kai Gniffke. Hoppe habe den „Tatort“ bereichert und geprägt. „Wir sind bestürzt, dass dieser großartige Schauspieler und Künstler so früh von uns gegangen ist“, so Gniffke.
Das Engagement beim „Tatort“ sei für ihn ein Ritterschlag gewesen, hatte Hoppe einst berichtet. Doch schließlich sei die Figur vom Sender nicht mehr gewollt oder gefördert worden. In der Zeit danach stand der hochgewachsene Schauspieler für das ZDF sowie für RTL und Sat 1 vor der Kamera. Hoppe spielte unter anderem im Film „Esperanza“ (2006) und in der Miniserie „Die Triffids - Pflanzen des Schreckens“ (2009). Auch hatte er Auftritte in den Fernsehserien „Das Traumschiff“ und „Rosamunde Pilcher“. Weit vorher, in den 90er-Jahren, hatte Hoppe zu den Ensembles mehrerer Theater in Berlin gehört.
Nicht nur der Filmfigur „Kopper“ waren gutes Essen und Ernährung wichtig. Hoppe verfasste ein Sizilien-Kochbuch, eine Genussreise zu den bekannten Orten der Insel. 2009 erschien das Buch „Allein unter Gurken“, in dem er die Ernährung mit regionalen Lebensmitteln thematisiert. Auch für Umwelt und Natur engagierte sich der Schauspieler: Im autobiografischen Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ (2019) geht es um die Frage, wie ein Miteinander der Tiere und der Menschen aussehen könnte.
Der SWR wiederholte an diesem Mittwochabend zum Gedenken an Andreas Hoppe die letzte „Tatort“-Folge, für die er vor der Kamera stand. Ihr Titel lautete nur „Kopper“.
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