SZ 12.10.2026
14:35 Uhr

Energiepreise: Was der „Diesel-Deal“ für die Versorgung bedeutet


US-Präsident Trump will russischen Diesel – trotz Sanktionen. Was das für Folgen hat und warum Öl aus Nahost immer noch teuer ist: ein Überblick.

Energiepreise: Was der „Diesel-Deal“ für die Versorgung bedeutet
Ein Trucker tankt Diesel-Kraftstoff an einer Tankstelle in Miami, Florida: Die 300 000 Tonnen russischen Diesels, die sofort in die USA geliefert werden sollen, decken den Bedarf des Landes für gerade mal rund 14 Stunden.
Joe Raedle/Getty Images/AFP

Die Idee Donald Trumps ist einfach und verlockend, wenn auch ein wenig zweifelhaft: Schleusen öffnen, Preise senken. Russland ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Wegen der Sanktionen, die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt wurden, gelangen diese Rohstoffe jedoch kaum noch auf die westlichen Märkte. Der Krieg, den Trump gegen Iran führt, hat in diesem Jahr für zusätzlichen Druck auf die Energiepreise gesorgt. Zusammen belasten beide Konflikte die weltweiten Märkte erheblich. Weil Donald Trump am selbstverschuldeten zweiten Stressor gerade nichts ändern kann, will er den ersten angehen. Bis zum 7. April kommenden Jahres sollen die US-Sanktionen gegen Russland zumindest für Dieselprodukte weitgehend ausgesetzt werden. Doch kann ein solcher Deal tatsächlich die weltweiten Preise senken?

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