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29.09.2026
17:40 Uhr
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Mal konstruktiver Verhandler, mal aggressiver Angreifer: Der Unicredit-Chef will im Übernahmekampf um die Commerzbank den halben Aufsichtsrat austauschen – und düpiert erneut die Bundesregierung.

Dass die Commerzbank von der italienischen Unicredit übernommen wird, steht wohl fest. Die Frage ist nun, wie schnell das geschieht.
KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP
Unicredit-Chef Andrea Orcel hält auch nach seinem Gespräch mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) an seinem harten Übernahmekurs gegenüber der Commerzbank fest. Laut Financial Times will der italienische Finanzkonzern die Kontrolle über Deutschlands zweitgrößte Bank idealerweise bis Ende Februar übernehmen, im günstigsten Fall schon im Januar. Dazu soll nach der für Oktober erwarteten Genehmigung durch die Europäische Zentralbank (EZB) eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, auf der Unicredit alle zehn Vertreter der Anteilseigner im 20-köpfigen Aufsichtsrat austauschen will.
Zwei Jahre kämpfte die Commerzbank gegen die Übernahme durch die italienische Unicredit, am Ende vergeblich. Aufsichtsratschef Jens Weidmann spricht über den Vorwurf, er sei zu leise gewesen und die Frage, ob er sich gegen einen Austausch von Vorstandschefin Orlopp stellt.
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