SZ 26.07.2026
15:59 Uhr

Antarktis-Tourismus: „Man wollte einfach nur weinen. Aber alle Gäste jubelten.“


Vertriebene Robben, Freude über schmelzende Gletscher: Reiseleiter berichten anonym, wie sich manche Touristen in der Antarktis aufführen.

Antarktis-Tourismus: „Man wollte einfach nur weinen. Aber alle Gäste jubelten.“
Ein Trip in die Antarktis gilt, vielleicht abgesehen von einem Flug ins All, als klimaschädlichste Form des Reisens. Juan Barreto/AFP

Ein Ort des Friedens und der Wissenschaft soll die Antarktis sein, so sieht es der vor mehr als 60 Jahren in Kraft getretene Antarktis-Vertrag vor. Allerdings sind Forscher auf dem Südkontinent seit Langem in der Unterzahl, und mit der Ruhe ist es auch vorbei: Mehr als 110 000 Touristen besuchen mittlerweile in jeder Saison die Antarktis, 20 Mal so viele wie Anfang der 1990er. Sie landen mit dem Flugzeug oder kommen auf Kreuzfahrtschiffen, manche mit der eigenen Yacht. Sie fahren Ski in den Bergen oder Stand-up-Paddle in den Buchten, schnorcheln, fliegen Gleitschirm oder düsen auf Schneemobilen Richtung Südpol. Für rund 20 000 Euro kann man in der Antarktis einen Marathon laufen.

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