SZ 28.08.2026
13:19 Uhr

(+) Zum Tod von Harald V. von Norwegen: Der König, der sich gerne unsichtbar machte


Harald V. fand Pomp peinlich, am liebsten blieb er unerkannt – und genau dafür schätzten die Norweger ihn. Nun verliert die Monarchie ausgerechnet in der größten Krise ihren Ruhepol.

(+) Zum Tod von Harald V. von Norwegen: Der König, der sich gerne unsichtbar machte
Harald V. war, anders als die Zahl hinter seinem Namen suggeriert, erst der dritte König von Norwegen. Das Königshaus existiert erst seit 1905, aber für den Stammbaum wurden die alten Wikingerherrscher mitgezählt.
Francisco Seco/dpa

Keine Skandale und Affären; kein Glamour und Glitzer; Geburtstagsfeiern im möglichst kleinen Rahmen, und seit 2001 verzichten er und seine Frau Sonja auch auf alle Steuerprivilegien: König Harald war sicher nie der Klatschseitenkönig unter den europäischen Royals. Aber gerade deshalb haben ihn die Norweger sehr gern gehabt, wenn nicht gar geliebt.

Seit Jahrhunderten wird in Eton die Upperclass ausgebildet, nun auch bald der voraussichtlich übernächste König. Die Schule gilt als Kaderschmiede der Privilegierten – Kritiker sagen: als Ursache all dessen, was in der Gesellschaft falsch läuft.

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