SZ 08.03.2026
15:22 Uhr

(+) Verhältnis Deutschland und Frankreich: Nicht mehr beste Freunde


Wenn Versöhnung nach 1945 in Gleichgültigkeit umschlägt – Klaus Kellmann zeichnet eine brillante Nachbarschaftsstudie zwischen Deutschland und Frankreich. Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit, selbst wenn die Hauptthese des Historikers recht verwegen klingt.

(+) Verhältnis Deutschland und Frankreich: Nicht mehr beste Freunde
Bundeskanzler Friedrich Merz (li., CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron sind nicht immer einer Meinung. Ebrahim Noroozi/Pool AP/dpa

Mit analytischer Schärfe bringt der französische Präsident das Problem auf den Punkt: „Die deutsch-französischen Beziehungen können alles überdauern – alles außer Gewohnheit, außer Gleichgültigkeit, die oft heimtückischer ist als Feindseligkeit.“ Emmanuel Macron sagte das im Mai 2024 in Berlin, also bevor Donald Trump in Washington zum zweiten Mal an die Macht gelangte, um sich an die Demontage des Zivilisationsmodells zu machen, das man „den Westen“ nennt. Heute, knapp zwei Jahre später, sieht sich Europa von drei autoritären Großmächten herausgefordert, von den USA unter Trump, Russland unter Wladimir Putin und, wenn auch derzeit aus dem Hintergrund, China unter Xi Jinping.

Frankreichs Präsident über das nötige europäische Aufwachen, gemeinsame Schulden sowie sein Verhältnis zu Putin, Trump und Merz.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: