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08.04.2026
11:24 Uhr
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Wenige Tage vor der Parlamentswahl bekommt Ungarns Premier Unterstützung von J. D. Vance. Der zieht in einer Rede über die „Bürokraten in Brüssel“ her und wählt vor der jubelnden Menge eine Telefonnummer.

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán (links) mit US-Vizepräsident J. D. Vance in Budapest. Janos Kummer/Getty Images
J. D. Vance beginnt mit dem Persönlichen. Als er das erste Mal in Budapest war, vor fünf Jahren, da sei seine Frau Usha mit ihrem zweiten Kind schwanger gewesen. Und jetzt, da er wieder in Budapest ist, erwarte seine Frau das vierte gemeinsame Kind. Aber persönlich ist wenig, wenn der amerikanische Vizepräsident in Europa unterwegs ist, schon gar nicht bei dieser Reise. Denn Vance ist gekommen, um wenige Tage vor der ungarischen Parlamentswahl „moralische Unterstützung“ zu leisten, wie er es nennt. Und zwar für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der fürchten muss, am Sonntag abgewählt zu werden. In den Umfragen hat sein Herausforderer Péter Magyar derzeit einen Vorsprung von etwa zehn Prozent.
Seit sechzehn Jahren regiert Viktor Orbán Ungarn, aber er wirkt angeschlagen. Das Problem ist nur, selbst wenn er die Wahl am Sonntag verlieren sollte, ist nicht sicher, ob ein Systemwechsel in einer derart ausgehöhlten Demokratie noch möglich wäre.
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