SZ 09.10.2026
15:13 Uhr

(+) Treffen des Weimarer Dreiecks: „Wir wollen zeigen, dass wir uns wirklich mögen“


In Warschau treffen sich die Parlamentsvorsitzenden aus Polen, Frankreich, Deutschland und der Ukraine. Dabei zeigt sich, dass Union und Linke doch miteinander können – zumindest auf internationaler Ebene.

(+) Treffen des Weimarer Dreiecks: „Wir wollen zeigen, dass wir uns wirklich mögen“
Die Parlamentsvorsitzenden von Frankreich, Deutschland, Polen und der Ukraine (v. l. n. r.): Yaël Braun-Pivet, Julia Klöckner, Włodzimierz Czarzasty und Ruslan Stefantschuk.
Foto: Radek Pietruszka/PAP/dpa

In Berlin mögen einige ein Problem mit der Linken haben. Dass in Polen die Linkspartei Nowa Lewica an der Regierung beteiligt ist, kann man aus deutscher Sicht als Glücksfall betrachten. Ihr Vorsitzender Włodzimierz Czarzasty ist seit knapp einem Jahr auch Vorsitzender des Abgeordnetenhauses, sogenannter Sejm-Marschall. Und er ist Deutschland wohlgesinnt. Der 66-Jährige hat kein Problem damit, sich mit Deutschen sehen zu lassen, wie Ministerpräsident Donald Tusk. Und er widersprach bei seinem ersten offiziellen Besuch in Berlin im Januar den Reparationsforderungen der polnischen Rechten. Deutschland solle lieber in die gemeinsame Verteidigung investieren. Außerdem könne man nicht „pausenlos auf die Vergangenheit schauen“.

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