SZ 21.07.2026
14:49 Uhr

(+) Tour de France: Respektlose Doping-Fahnder? Die nächtlichen Kontrollen haben einen Grund


Bei Doping-Tests wie jenen der Tour-Dominatoren Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard müssen Verdachtsmomente vorliegen. Die zuständige Test-Behörde sollte nun rasch Klarheit schaffen.

(+) Tour de France: Respektlose Doping-Fahnder? Die nächtlichen Kontrollen haben einen Grund
Um zwei Uhr morgens zum Dopingtest gebeten: Tadej Pogacar, Träger des Gelben Trikots bei der diesjährigen Tour de France. Loic Venance/AFP

Die Reaktionen sind wieder einmal verräterisch. Einflussreiche Teile des Pelotons überbieten sich darin, die nächtlichen Dopingkontrollen bei den Tour-Dominatoren Tadej Pogacar (weiter im Gelben Trikot) und Jonas Vingegaard (nach Sturz ausgeschieden) zu geißeln. „Schande“, „respektlos“, „inhuman“, solche Vokabeln fliegen umher, von Pogacar selbst und von Red-Bull-Kapitän Remco Evenepoel etwa. Wobei das Maillot Jaune für die drastischste Aussage fürs Erste an den früheren Superdoper Lance Armstrong geht, der seine sieben Tour-Siege zurückgeben musste: „2 Uhr morgens – das ist eine Frage der Menschenrechte.“

Die Fahrer der Tour de France gehen an ihre körperlichen Grenzen und darüber hinaus. Das geht nicht spurlos an Herz, Rücken und der Psyche vorbei. Was drei Wochen Radrundfahrt bei den Athleten bewirken.

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