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09.10.2026
07:49 Uhr
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Zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der Cornell University gehen landesweit Tausende auf die Straße. Sie eint die Wut auf ein System, in dem Täter noch immer kaum Konsequenzen fürchten müssen.

Demonstranten halten nach einem siebenstündigen Sitzstreik Plakate hoch; die Dauer des Protests symbolisiert die sieben Stunden, die der sexuelle Übergriff nach Angaben des Opfers gedauert haben soll.
Foto: Angelina Katsanis/Reuters
Der Foley Square in Manhattan ist ein Ort mit Symbolkraft. Im Umkreis von wenigen Hundert Metern befinden sich die wuchtigen Bauten der New Yorker Justiz. Drinnen mussten sich in den vergangenen Jahren immer wieder berühmte und mächtige Männer wegen sexueller Übergriffe verantworten: Donald Trump, Harvey Weinstein, Sean „P. Diddy“ Combs. Zwei von ihnen, Weinstein und Combs, sitzen heute im Gefängnis. Trump dagegen residiert im Weißen Haus, obwohl ihn ein Gericht der Verleumdung und sexuellen Nötigung der Autorin E. Jean Carroll für schuldig befand.
Die Studentin, die vor zwei Jahren an der Cornell University wohl Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, gilt bis heute als traumatisiert. Für die mutmaßlichen Täter gab es so gut wie keine Konsequenzen. Haben Elite-Unis in den USA ein Problem im Umgang mit sexuellen Übergriffen?
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