SZ 25.08.2026
23:52 Uhr

(+) Pop: Wer soll die Welt jetzt heilen?


Dolly Parton schrieb ergreifende Countrysongs, nahm durch unermüdliche Zugewandtheit für sich ein und wurde von sämtlichen politischen Lagern geliebt. Ein Nachruf.

(+) Pop: Wer soll die Welt jetzt heilen?
Sie schuf Songs und Glück: Sängerin Dolly Parton. David Redfern

So jemanden wie Dolly Parton, das war schon lange vor diesem Tag klar, wird es so schnell nicht wieder geben. Nicht nur in den USA, wo sie wie eine über allem Irdischen schwebende Heilige von sämtlichen politischen Lagern verehrt wird, sondern auch im Rest der Musikwelt. Dolly Parton, Countrysängerin, Songschreiberin, Brückenbauerin, Unternehmerin, wohltätige Menschenfreundin, ewige Königin des Gitarrenspiels mit Acrylfingernägeln und der vielleicht letzte Mensch, der die USA noch einen konnte, ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren an Krebs gestorben. Das bis zuletzt Erstaunliche an ihr war: Alles, was sie tat, wirkte leicht. Beherzt.

Phoebe Bridgers, die unheimliche Meisterin der Melancholie, die in die Herzen ihrer Hörer hinabklettert und dort Verborgenes freilegt, hat ein neues Album. Es ist das vielleicht beste des Jahres.

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