SZ 16.03.2026
07:11 Uhr

(+) Oscars: Der denkwürdigste Satz des Abends


Jessie Buckley gewinnt den Preis für die beste weibliche Hauptrolle – als trauernde Mutter in „Hamnet“. Kurz zuvor hat sie selbst eine Tochter bekommen.

(+) Oscars: Der denkwürdigste Satz des Abends

Eine der wichtigsten Szenen in „Hamnet“ kommt zum Schluss. William „Will“ Shakespeare (Paul Mescal) steht da auf der Bühne, seine Frau Agnes ist im Publikum, ganz vorn, und begreift langsam, dass das Stück, „Hamlet“, seine Art ist, um den gemeinsamen Sohn Hamnet zu trauern. Man sieht an diesem Bühnenrand das Gesicht von Jessie Buckley als Agnes, in deren Leid sich ein Quäntchen Glück mischt. Der abwesende Ehemann, der nach London ans Theater ging, statt gemeinsam mit ihr zu weinen und das Schicksal zu verfluchen, teilt ihre Emotionen eben doch.

Das Zeitalter der USA gehe dem Ende entgegen, wird allenthalben behauptet. Wenn das mal nicht verfrüht ist. Die Oscars zeigen dieses Jahr, wie wunderbar amerikanischer Wahn immer noch sein kann.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: