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10.09.2026
14:59 Uhr
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Der Literaturkritiker Karl Corino förderte DDR-Schriftsteller und wurde von der Stasi überwacht. Seine größte Liebe aber gehörte dem österreichischen Autor Robert Musil.

Wenn die Brüder und Schwestern von der AfD-Führung wüssten, was es für sie im verhassten öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch alles abzuräumen gäbe, wenn auch leider nur im Rückblick. Dort durften auf Kosten der Allgemeinheit über Jahrzehnte Dichter ihr poetisches Wesen treiben. Sie verdienten nichts, sie zahlten keine Steuern auf ihre kärglichen Honorare, aber der Beitragszahler ernährte sie doch, ließ sie wie Peter Hamm, Johannes Poethen, Arnfrid Astel oder Jürgen Becker Redakteur werden und so etwas Randständiges, ja Elitäres wie Kultur verbreiten.
Wenn man nur für 100 Seiten Zeit hätte, um Rainer Maria Rilke zu verstehen, müssten das unbedingt diese von Clemens J. Setz sein. Welch außerordentlicher Dichter er selbst ist, erweisen seine gleichzeitig erscheinenden Aufzeichnungen.
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