SZ 15.03.2026
15:12 Uhr

(+) NS-Deutschland vor dem Weltkrieg: Das Menetekel von München


Das Münchner Abkommen von 1938 war nicht nur eine Niederlage für die Appeasement-Politik der Briten, zeigen Christian Goeschel und Daniel Hedinger. Auch andere Mächte zogen ihre Lehren aus dem faschistischen Spektakel – bis heute.

(+) NS-Deutschland vor dem Weltkrieg: Das Menetekel von München
Pomp und Propaganda: Der britische Premierminister Neville Chamberlain (rechts) 1938 nach seiner Ankunft auf dem Flughafen München-Oberwiesenfeld mit diversen Nazi-Größen. Scherl/SZ Photo

Auf Victor Hugo geht das Bonmot zurück, dass es unglückliche Menschen wie Christoph Columbus oder Joseph-Ignace Guillotin, den Erfinder der Guillotine, gebe: Konnte Ersterer seiner Entdeckung seinen Namen nicht geben, bringt Letzterer den seinen nicht mehr von ihr los. Und das trifft wohl auch auf Neville Chamberlain zu, der von 1937 bis 1940 britischer Premierminister war und dessen Name unauslöschlich mit der gescheiterten Appeasement-Politik gegenüber Hitler-Deutschland verbunden wird. Dem Thema rund um das Münchner Abkommen von 1938 widmen Christian Goeschel und Daniel Hedinger eine überaus präzise und detailreiche und seitenweise wie ein spannender Krimi zu lesende Analyse, welche das Appeasement angesichts der beiden Diktatoren Hitler und Mussolini, aber eben auch als weltweites und vor allem fernöstliches Phänomen zeigt.

Lange war die gewaltsame Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ein Tabuthema in Tschechien. Heute reichen sich junge Menschen aus beiden Ländern die Hand.

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