SZ 09.03.2026
16:33 Uhr

(+) Krieg gegen Iran: Öl- und Gaspreise steigen rasant – die Nervosität wächst


Der Krieg gegen Iran lässt den Ölpreis nach oben schießen wie lange nicht mehr. Damit wächst die Gefahr für die Weltwirtschaft. Vor allem Europa hat Grund zur Sorge.

(+) Krieg gegen Iran: Öl- und Gaspreise steigen rasant – die Nervosität wächst
Einer der wichtigsten Standorte der Ölverarbeitung in Deutschland: die Anlagen der Mineraoelraffinerie Oberrhein in Karlsruhe. Marijan Murat/dpa

Die Kurven gehen nach oben, und zwar steil. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent, vor einem Monat noch bei 69 Dollar je Fass, springt am Montag auf über 110 Dollar.  Er rutschte nach Äußerung des US-Präsidenten Donald Trump über die Dauer des Kriegs gegen Iran am Montagabend allerdings überraschend auf 89, 20 Dollar ab. Die Preise steigen auch beim Gas: Kürzlich wurde Gas an der Amsterdamer Rohstoffbörse TTF noch für gut 30 Euro die Megawattstunde gehandelt. Am Montag macht der Preis noch einmal einen Sprung – und liegt jetzt fast doppelt so hoch. Normalerweise passieren 20 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus, dazu ein Fünftel des globalen Bedarfs an verflüssigtem Erdgas. Nun, da Iran sie abriegelt, wächst die Nervosität mit jedem Tag. Die Börsen begannen die Woche tief im Minus, erholten sich dann aber etwas.

Droht durch die Eskalation in Nahost eine Energiekrise wie kurz nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine vor vier Jahren? Schon jetzt stauen sich an einer der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt etliche Schiffe – weil die Weiterfahrt zu riskant ist.

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