SZ 04.10.2026
12:31 Uhr

(+) Kambodscha: Angst vor dem Überwachungsstaat


Das Regime in Phnom Penh hat sich internationalem Druck gebeugt und illegale Scam-Zentren geschlossen. In Kambodscha befürchten manche, dass dieser Neuanfang mit einem Abbau von Freiheiten einhergeht.

(+) Kambodscha: Angst vor dem Überwachungsstaat
Die Polizei in Phnom Penh zeigt Journalicsten, wie die Scammer agieren.
Heng Sinith/AP Photo

Der Politikwissenschaftler Seun Sam aus Phnom Penh ist ein Grenzgänger zwischen Heimatliebe und sachlicher Erkenntnis. Er kennt die verschiedenen Wahrheiten in und um Kambodscha. Er ordnet sie, er setzt sie in den Zusammenhang mit der kambodschanischen Geschichte, mit dem Genozid durch die radikal-kommunistischen Roten Khmer in den 1970ern und der vietnamesischen Besatzung bis 1989. Und er will so erreichen, dass Außenstehende den Machtmenschen Hun Sen besser verstehen, der das Amt des Premierministers vor drei Jahren zwar an seinen Sohn Hun Manet abgab, aber als Präsident des Senats und der dauerregierenden Partei CPP der starke Mann in Kambodscha bleibt. „Ohne starke Führung gibt es wieder Bürgerkrieg und Totschlag“, sagt Seun Sam, der die Abteilung für Public Relations an der Royal Academy of Cambodia leitet.

Präsident Lula da Silva liegt vor dem ersten Wahlgang in Umfragen nur knapp vor dem ultrarechten Herausforderer Bolsonaro. Die meisten Brasilianer lässt das Duell kalt  – obwohl mehr auf dem Spiel steht als nur ein Amt.

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