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03.08.2026
14:17 Uhr
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Der Pianist Tord Gustavsen und der Saxofonist Trygve Seim rauben dem Publikum beim „Münchner Jazz Sommer“ buchstäblich den Atem.

Bearbeitet die Luftsäule wie ein Bildhauer: Trygve Seim beim Jazz Sommer 2026 in München. Oliver Hochkeppel
Es gehört schon ein Wille zur Publikumsüberforderung dazu, ein Festival wie den „Münchner Jazz Sommer“ nach einer Woche karibischen Überschäumens mit einem Duo-Konzert des Pianisten Tord Gustavsen und des Saxofonisten Trygve Seim zu beenden. Die beiden spielen die Sorte Musik, bei der selbst das Klimpern eines Eiswürfels eine Zumutung ist. Wobei sie die sommerliche Cocktaillaune im Nachtclub des Hotels Bayerischer Hof innerhalb kürzester Zeit auf einen Trancezustand heruntergepegelt hatten.
An vielen Orten der Welt ist Musik Nebensache, sie plätschert aus Boxen im Supermarkt oder soll Bettler aus dem öffentlichen Raum vertreiben. In Japan aber gibt es die Tradition der Cafés, in denen Musik alles ist. Auch ein Mittel gegen digitale Vereinsamung.
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