SZ 05.07.2026
12:01 Uhr

(+) Interview zum afrikanischen Fußball: „Wir Afrikaner akzeptieren zu oft, unterlegen zu sein“


Von zehn Teams aus Afrika sind acht bei der WM ausgeschieden. Patrick M’Boma, Olympiasieger mit Kamerun, erklärt, was dem Fußball des Kontinents vielerorts zum Durchbruch fehlt.

(+) Interview zum afrikanischen Fußball: „Wir Afrikaner akzeptieren zu oft, unterlegen zu sein“
Bei der WM 2002 traf Patrick M’Boma (links) mit Kamerun im Gruppenspiel auf die deutsche Mannschaft (rechts: Christoph Metzelder). Deutschland gewann 2:0. Ulmer/Imago

Der ehemalige kamerunische Mittelstürmer Patrick M’Boma, 55, sitzt in einem TV-Studio in Boston – und es ist ihm sichtbar heiß. Der Olympiasieger von Sydney 2000, der unter anderem zwei Afrika-Cups gewann und bei Klubs wie Paris Saint-Germain und dem FC Metz in Frankreich, bei Cagliari und Parma in Italien, Sunderland in England und Vissel Kobe in Japan spielte, hat einen beigefarbenen Fächer dabei. Doch die Hitze hält ihn nicht davon ab, mit der SZ über das Abschneiden der afrikanischen Teams bei der WM zu sprechen, deren Spiele er für den panafrikanischen Sender New World TV kommentiert.

Sidny Lopes Cabral steht mit den Kapverden sensationell in der K.-o.-Runde der WM und fordert nun Argentinien. Er erzählt, was er sich für das Duell mit dem weltbesten Fußballer vornimmt  – und warum er während seiner Zeit bei Rot-Weiß Erfurt jeden Tag geweint hat.

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