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17.06.2026
11:00 Uhr
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Stella Leder arbeitet seit Jahren zum Antisemitismus im Kunstbetrieb. Ihre Beobachtung: „Juden stehen im Kulturbetrieb unter Generalverdacht.“

Stella Leder: „Ich erlebe inzwischen, dass ohne Schamgefühl antisemitische Ressentiments ausgesprochen und offensiv vertreten werden.“ Nina Pieroth
Die jüngste Chronologie antisemitischer Übergriffe der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) dokumentiert für das vergangene Jahr 160 solcher Vorfälle im Kunstbetrieb – Störungen bei Veranstaltungen, Angriffe auf jüdische Künstler, antisemitische Statements bei Konzerten und Ausstellungen. Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg in Gaza haben solche Übergriffe deutlich zugenommen. Stella Leder und das von ihr geleitete „Institut für Neue Soziale Plastik“ beschäftigen sich seit 2015 mit Antisemitismus-Prävention im Kulturbetrieb. Nach Leders Beobachtung werden „antisemitische Positionen schleichend normalisiert“.
An den Münchner Kammerspielen zeigt eine Sängerin ein Bild, das antisemitisch gelesen wird. Das Theater entschuldigt sich im Netz – und entfernt das Statement wieder. Was das über das Dilemma von Kultureinrichtungen in Bezug auf den Nahostkonflikt erzählt.
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