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07.07.2026
22:52 Uhr
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Der Chef der rechtspopulistischen Reform-Partei ist unter Druck. Nun will er zurücktreten und gleich wiedergewählt werden. Andere Parteien sprechen von einem „Zirkus“ – und stellen keine Kandidaten bei der Nachwahl auf.

Er will es dem Establishment nach eigenen Worten zeigen: Nigel Farage am Dienstag. Dan Kitwood/Getty Images
Nigel Farage hört auf, will aber gleich wieder zurückkommen, stärker denn je natürlich. Das war die Botschaft, die der Chef der rechtpopulistischen Partei Reform UK zu vermitteln versuchte, als er am Dienstag bei einem kurzfristig anberaumten Termin in die Kamera sprach. Zwischen zwei britischen Flaggen stehend, die Skyline von London im Hintergrund, im blauen Anzug und mit einer Krawatte mit Fischmuster, kündigte er seinen Rücktritt als Abgeordneter an. Bei der damit erforderlichen Nachwahl in seinem Wahlkreis Clacton-on-Sea will er aber gleich wieder kandidieren. Er wolle, dass die Bürger über sein Schicksal entscheiden, sagte er. Das sei eine Gelegenheit, „to stick two fingers up to the entire Establishment“, was höflich übersetzt etwa heißt: es dem ganzen Establishment so richtig zu zeigen.
Seit Jahren tritt Count Binface da an, wo Mächtige kandidieren. Natürlich, er bleibt chancenlos. Wobei, neulich in Makerfield waren die Tories nur knapp vor ihm. Doch was sind Zahlen angesichts eines moralischen Siegs.
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