SZ 23.06.2026
10:30 Uhr

(+) Fifa-Präsident vor der Wiederwahl: Infantino ist nervös. Das macht ihn gefährlich


Bei der WM düst Gianni Infantino im von Katar gesponsorten Privatjet von Stadion zu Stadion. Was er dort tut, außer in die Kameras zu grinsen? Er führt knallharten Wahlkampf – und lässt die ein oder andere Intrige lancieren.

(+) Fifa-Präsident vor der Wiederwahl: Infantino ist nervös. Das macht ihn gefährlich
Lächeln und winken kann er auf Knopfdruck: Fifa-Präsident Gianni Infantino. Luke Hales/Getty Images

Seit bald zwei Wochen hat er die weltgrößte Bühne für sich. Gianni Infantino düst von Spielstätte zu Spielstätte bei dieser Mega-WM, zwei Partien pro Tag will er möglichst erwischen. Was oft auch gelingt, dank einer leicht anrüchigen Gabe des Emirats Katar, die aber natürlich – wer will schon die Compliance aufwecken – als fixer Bestandteil eines Sponsoring-Pakets deklariert wird: ein Privatjet, dessen Gebrauch allein dem Fifa-Präsidenten vorbehalten ist. Eine Menge Ärger hatte Infantino in der Vergangenheit mit seinem Privatflieger-Geprotze, es gab zeitweilig sogar Strafermittlungen dazu. Jetzt ist der Jet halt ein offizieller Marketingbeitrag.

Gianni Infantino führt die Fifa von Skandal zu Skandal – und die Justiz schaut zu. Nicht nur in der Schweiz, auch in den USA. Steckt dahinter System? Recherchen zeigen, wie eine Konstellation entstand, die alle zufriedenstellte: Der Fifa-Boss ist unantastbar – und Amerika hat die WM 2026. Die Geschichte eines schmutzigen Masterplans.

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