SZ 18.06.2026
07:28 Uhr

(+) Europäischer Arbeitsmarkt: Gewerkschaften brandmarken „schleichende Demontage“ der Mitbestimmung


Arbeitnehmer dürften in Großunternehmen immer seltener mitbestimmen, kritisiert Yasmin Fahimi. Die DGB-Chefin warnt vor dem Plan der EU-Kommission, nationale Mitbestimmungsregeln auszuhebeln.

(+) Europäischer Arbeitsmarkt: Gewerkschaften brandmarken „schleichende Demontage“ der Mitbestimmung
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), rügt die geplante europäische Rechtsform „EU Inc“. Bernd von Jutrczenka/dpa

Für einen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts gerät Stephan Harbarth an diesem Abend ziemlich stark ins Schwärmen. Die Mitbestimmung in Unternehmen sei „immer wieder Element der politischen Stabilisierung“ gewesen, sagt er. Sie biete einen Weg des Ausgleichs und der Moderation, die Mitsprache der Arbeitnehmer in Unternehmen habe sich in Deutschland „über Jahrzehnte überaus bewährt und glänzend entfaltet“, sagt der oberste Verfassungsrichter des Landes. Grundsätzlich sollen sich Verfassungsrichter bei ihren Auftritten politisch zurückhalten. Es könnte schließlich sein, dass sie mal über dieses Thema urteilen müssen – und da soll nicht der Verdacht der Befangenheit aufkommen. Harbarth aber, einst Fraktionsvize der Union im Bundestag, hält eine recht politische Rede. Zur Freude des Publikums.

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