SZ 14.07.2026
10:56 Uhr

(+) Ertrunkene: Der Badesee ist ein schlechter Ort, um seine Kräfte zu messen


In diesem Juni kamen so viele Menschen in Deutschland in Gewässern ums Leben wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die allermeisten waren Männer. Warum? Das hat auch damit zu tun, was als männlich gilt.

(+) Ertrunkene: Der Badesee ist ein schlechter Ort, um seine Kräfte zu messen
Ein Junge springt in Utting von einem hölzernen Sprungturm in den Ammersee – und filmt sich dabei. Sven Hoppe/dpa

Es kommen jetzt ein paar heißere Tage, und was gibt es Schöneres, als abzutauchen, in den Seen, Flüssen, Freibädern; ein Sprung ins Wasser, schon kühlt sich der erhitzte Körper ab, werden die Gedanken klarer. Inmitten dieser sommerlichen Unbeschwertheit an die Schattenseiten der Sehnsucht nach dem kühlen Nass zu erinnern, hat etwas leicht Spielverderberisches, und doch: Es muss sein. Denn noch nie seit mehr als 20 Jahren ertranken in einem Juni in Deutschland mehr Menschen als im vergangenen – 99, um genau zu sein. Die allermeisten, 90 Prozent, waren Männer.

Nicht alle können als Kind Schwimmen lernen. Ein paar erste Bahnen mit denen, die Jahre später den Sprung ins kalte Wasser wagen.

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