SZ 18.06.2026
15:09 Uhr

(+) EU-Gipfel: Europa rüstet im Wettstreit mit China auf


Die chinesische Konkurrenz schadet Europas Industrie so stark, dass selbst die Bundesregierung umdenkt und neue Antworten verlangt. Ringt sich die EU zu einer härteren Handelspolitik durch?

(+) EU-Gipfel: Europa rüstet im Wettstreit mit China auf
Das Handelsdefizit der EU mit China beträgt inzwischen etwa eine Milliarde Euro pro Tag. Collage: SZ

Friedrich Merz hat den deutschen Kursschwenk in der China-Politik, wenn es denn einer wird, behutsam angebahnt. So streute das Kanzleramt schon vor wenigen Wochen, man sei „offen für eine Diskussion“ über neue Schutzmaßnahmen in der Handelspolitik, wie sie in Brüssel vorbereitet werden. Vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag dann sprachen Regierungsbeamte davon, man unterstütze die Überlegungen. Es sei aber wichtig, dass neue Maßnahmen „länderagnostisch“ angelegt werden – also nicht an ein spezielles Land gebunden. Bloß nicht sagen, worum es geht, das könnte in Peking ja jemanden verärgern.

Die Bundesregierung mahnt deutsche Firmen, ihre Abhängigkeit von China zu minimieren. Doch viele Konzerne bauen ihre Präsenz dort aus. Elisa Hörhager, BDI-Repräsentantin in Peking, erklärt, wo die Gefahren liegen – und wo die Weltmacht verwundbar ist.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: