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11.10.2026
17:51 Uhr
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Das Landtagspräsidium von Sachsen-Anhalt diffamiert die jüdischen Studierenden, die Hans-Thomas Tillschneider am Betreten der Synagoge in Halle gehindert haben. Es war ein schwerwiegender Fehler, der Partei diesen Posten zu überlassen.

Hans-Thomas Tillschneider (r.) von der AfD ist nun stellvertretender Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt. Am Freitag wurde er von der Jüdischen Studierendenunion vor der Synagoge in Halle aufgehalten.
Hendrik Schmidt/dpa
Am 6. Oktober haben Stimmen aus dem BSW und höchstwahrscheinlich der CDU ermöglicht, dass das Präsidium des Landtags von Magdeburg durch den AfD-Politiker Tobias Rausch geführt wird. Was passiert, wenn der AfD Ämter und Briefköpfe parlamentarischer Institutionen überantwortet werden, zeigt nun schon die erste unter dem neuen Vorsitz herausgegebene Presseerklärung. Sie thematisiert eine Aktion jüdischer Studierender in Halle, die die dortige Synagoge vor dem Besuch des Rechtsextremen und AfD-Abgeordneten Hans-Thomas Tillschneider schützten.
Nichts als Bratwürste und Ressentiment: Die AfD will Menschen, die sie als „kulturfremd“ identifiziert, loswerden. Kann es sein, dass ihre Ideologen kulturell selbst nicht viel auf Lager haben?
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