Über die kurze Erklärung mit acht Unterschriften, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, lässt sich schon jetzt sagen, dass sie in die Parteigeschichte der CDU eingehen wird. Die Frage ist allerdings, als was. Als Befreiungsschlag für einen Kanzler in Not? Als Dokument der Vernunft in verrückten Zeiten? Oder als wertloser Treueschwur? Sicher ist bislang nur, dass die Ministerpräsidenten der CDU-regierten Länder Bundeskanzler Friedrich Merz etwas Luft verschafft haben. Lange genug Zeit gelassen haben sie sich damit. Nach dem Wahldebakel von Sachsen-Anhalt wirkte Merz noch unglücklicher und einsamer als zuvor schon. Mit der Verantwortung für den desaströsen Wahlausgang ließen die Parteigranden ihren Vorsitzenden nur zu gerne allein.
