SZ 11.06.2026
16:53 Uhr

(+) Abschaffung von Simulatoren: Deutsche Bahn spart an Lokführer-Ausbildung


Jeder DB-Lokführer muss regelmäßig in einen Fahrsimulator. Doch die sind teuer – und der Konzern muss sparen. Die Gewerkschaften sind alarmiert und warnen: Die Sicherheit dürfe nicht darunter leiden.

(+) Abschaffung von Simulatoren: Deutsche Bahn spart an Lokführer-Ausbildung
Am Fahrsimulator müssen Auszubildende wie Lokführer regelmäßig üben. Alessandra Schellnegger

Einst galten sie als Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Bahn (DB), ja, als ganzer Stolz: die Fahrsimulatoren, an denen angehende Lokführer aus- und bestehende weitergebildet werden. 20 dieser sogenannten Full-Mission-Simulatoren besitzt die DB, verteilt auf ganz Deutschland. Gewitter, starker Wind, plötzlicher Schneefall oder eine technische Störung: So ziemlich alles, was auf der Schiene passieren kann, lässt sich damit trainieren. Auch auf ihrer Homepage wirbt die Deutsche Bahn mit den Geräten.

Von knapp 1000 Fahrten pro Tag fallen im Fernverkehr im Durchschnitt mehr als 100 aus. Das zeigen exklusive Daten aus internen Systemen der DB. Wie kann das sein?

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