Heise 09.06.2026
14:06 Uhr

iOS 27, macOS 27 und Co.: Entwickler dürfen Betas installieren


Apple hat nach der WWDC-Keynote den Betatest der neuen Betriebssysteme gestartet – wie üblich zunächst für Entwickler. Wer Siri AI testen will, benötigt Geduld.

iOS 27, macOS 27 und Co.: Entwickler dürfen Betas installieren

Apple hat zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz WWDC am Montagabend wie üblich die Vorabversionen der neuen Betriebssysteme für Entwickler zum Download freigegeben. Die ersten öffentlichen Previews (Public Beta) erscheinen hingegen wie üblich erst im Juli. Verfügbar für Devs sind Betas alle großen Systeme, also iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 alias Golden Gate, visionOS 27, watchOS 27 sowie tvOS 27. Vorabversionen von HomePod OS 27 und AirPods-Firmware dürften folgen.

Wer allerdings hoffte, auch gleich Apples umgebaute Siri, auch Siri AI genannt, testen zu können, wird enttäuscht: Wie erwartet hat Apple hier nur eine Warteliste vorgesehen. Dies gilt auf allen Geräten, es wird kein Unterschied zwischen Mac, iPhone oder iPad gemacht. Zu finden ist die „Waiting List“ im Siri-Menü der Systemeinstellungen, bei dem Apple den Oberbegriff Apple Intelligence nun weggelassen hat. Stattdessen wird Siri als „Powered by Apple Intelligence“ bezeichnet. Es ist unklar, wie lange es dauern wird, bis Nutzer für Siri AI freigeschaltet werden. Apple hat hierzu keine zeitlichen Angaben gemacht. Auch die Siri-App ist nur nach Einlass durch Apple nutzbar.

Wer über einen Apple-Account verfügt, dessen Adresse auf ein EU-Land verweist, bekommt die Warteliste nur auf dem Mac angezeigt, iOS und iPadOS werden nicht bedacht. Apple begründet dies mit einem anhaltenden Konflikt mit der Europäischen Union über die Auslegung des Digital Markets Act (DMA), von dem der Konzern fürchtet, dass dessen Vorgaben negative Auswirkungen auf die Privatsphäre der Nutzer haben könnte. Die EU-Kommission möchte, dass Apple fremde KI-Modelle auf Systemebene zulässt, was Apple aber nur mittels einer Zwischenschicht („Trusted OS Agent“) umsetzen will. Hierauf gab es bislang aber keine Einigung.

Was hingegen schon funktioniert, ist Apples neue Version des Bildgenerators Image Playground. Dieser steht auch ohne Siri AI bereit und liefert relativ respektable Bilder, die allerdings nicht immer fotorealistisch wirken, wie das Apple eigentlich versprochen hatte. Bei einzelnen Nutzern versagt Image Playground derzeit aber noch vollständig. Apple scheint auf eine Kombination aus lokaler KI und Clouddiensten zu setzen. Neu ist ein Dynamic-Island-Anzeigemodul, das zeigt, wann eine Bildgenerierung abgeschlossen wurde.

Auch die neuen Fotofunktionen mit verbesserter Bildbereinigung, Bilderweiterung und „Spatial Reframing“ funktionieren auch ohne Siri AI. Bei letzterer Funktion kann man die Perspektive einer Aufnahme wechseln, was auch mit einer Illustration aus Image Playground gelang. Wie üblich sollte man die neuen Betas nur auf Geräten installieren, die nicht im Produktivbetrieb sind, es gibt noch allerlei Bugs. Auch ist es sinnvoll, bis auf die Public Beta zu warten, die üblicherweise bereits stabiler ist.

(bsc)