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10.06.2026
08:00 Uhr
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Bei der data2day diskutieren Data Scientists, Data Engineers und Datenteams über geeignete Datenarchitekturen, den Einsatz von KI-Agenten und rechtliche Hürden.

Die am 7. und 8. Oktober 2026 von iX und dpunkt.verlag in Köln organisierte data2day richtet sich an Data Scientists, Data Engineers, Datenanalystinnen, Softwareentwickler und Teamleitungen. Das Programm umfasst zwei Konferenztage sowie einen vorgeschalteten Workshop-Tag am 6. Oktober, an dem Simon Harrer von Entropy Data ganztägig zu „Datenkontrakten in der Praxis“ unterrichtet. Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auf agentischen KI-Systemen, Datenkontrakten und moderner Lakehouse-Architektur. Einige Talks aus dem veröffentlichten Programm verdienen besondere Aufmerksamkeit – weil sie unter anderem aktuelle Hypes auf den Prüfstand stellen, weil sie unbequeme Fragen aufwerfen oder weil sie sich Problemen widmen, die in vielen Unternehmen bislang unterschätzt werden.
Zur Auswahl geeigneter Datenarchitekturen spricht etwa Andreas Buckenhofer von Adam Riese unter dem fast schon provokanten Titel „Ja, wir bauen 2026 noch ein Sternschema: DWH-Modernisierung trifft Cloud Lakehouse“. In einer Community, in der Lakehouse, Open-Table-Formate und Iceberg die Diskussion dominieren, ist das eine bewusst kontroverse Aussage. Die Frage dahinter ist allerdings ernst: Welche klassischen Modellierungsansätze haben in modernen Cloud-Architekturen weiterhin ihren Platz – und wo wird aus Pragmatismus technische Schuld?
Der Vortrag fügt sich in einen breiten Architektur-Block im Programm der data2day ein. Sönke Liebau (Stackable) ordnet Datenkataloge als Kontrollinstanz im offenen Data Lakehouse ein, sein Kollege Florian Müller führt durch moderne Datenformate vom Microservice bis zum ML-Modell. Franz Wöllert von Heidelberger Druckmaschinen berichtet in „Open Table Formats in the Wild – Reloaded“ über Praxiserfahrungen mit Iceberg und verwandten Technologien. Matthias Niehoff (codecentric) und Nicolas Renkamp (Merck) gehen gemeinsam der Frage nach, ob ein Data Stack ohne Lock-in realistisch ist – Traum oder Realität? Wer mit Architekturentscheidungen befasst ist, kann sich hier ein differenziertes Bild verschaffen – jenseits von Marketingversprechen.
Matthias Niehoff von codecentric greift in seinem Vortrag „Agentic Data Engineering: Wenn Agents Daten-Pipelines bauen und reparieren“ ein Thema auf, das sich wie ein roter Faden durch das Programm zieht: Wie autonom dürfen und sollen KI-Agenten im Datenalltag agieren? Für Data Engineers ist das eine durchaus heikle Frage – schließlich geht es um Kernarbeit, die bislang Handarbeit war. Wer wissen will, wie weit die Praxis tatsächlich ist und wo die Grenzen liegen, bekommt hier eine Standortbestimmung aus erster Hand.
Flankiert wird der Talk von zwei weiteren agentischen Sessions: Max Vieweg und Denise Hartmann von inovex zeigen unter dem Titel „Wenn der Weg das Ziel ist“, wie sich Agenten-Loops systematisch tracen und evaluieren lassen – also genau das Problem ansprechen, an dem viele Pilotprojekte derzeit scheitern. Fabian Biberger von Entropy Data fragt in „Agentic Analytics: Wie aus Hype echter Mehrwert wird“ explizit nach dem Substanzgehalt der Debatte. Wer in seinem Team gerade abwägt, ob und wie Agenten produktiv eingesetzt werden sollen, findet im Programm einen kompletten Themenstrang – inklusive der unbequemen Frage von Sohan Maheshwar (AuthZed), wie man verhindert, dass Agenten auf nicht autorisierte Daten zugreifen.
In einem von Architekturen, Modellen und Pipelines geprägten Konferenzprogramm, widmet sich Joerg Heidrich von Heise Medien den rechtlichen Herausforderungen. Sein Talk „KI im Unternehmen bauen – ohne rechtlich auf die Nase zu fallen“ widmet sich einer Lücke, die in vielen Data-Teams besteht: Während über Toolchains und Frameworks intensiv diskutiert wird, bleibt die rechtliche Absicherung oft vage. Für Teamleitungen und alle, die KI-Projekte verantworten, dürfte sich der Inhalt dieses Vortrags unmittelbar auszahlen: durch das Erkennen konkreter Risiken oder auch durch potenzielle Einsparungen.
Inhaltlich passt der Talk zu einem zweiten Schwerpunkt der Konferenz: Vertrauen. Jochen Christ (Entropy Data) argumentiert in „Data Contracts: Es geht um Vertrauen“ für vertraglich abgesicherte Datenbeziehungen, Evgeniya Alekseeva (Daikin Europe) analysiert in „Why Data Governance Initiatives Succeed and Fail“ Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Governance-Programmen. Wer im Unternehmen die Brücke zwischen Engineering, Compliance und Management schlagen muss, findet in dieser Kombination aus juristischem Input und Governance-Erfahrungen ein praxistaugliches Paket.
Interessierte können sich bis zum 13. August zum Frühbucherpreis von 1099 Euro registrieren; danach kostet das reguläre Ticket 1199 Euro (jeweils zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer). Die ganztägigen Workshops am 6. Oktober sind einzeln für 649 Euro buchbar, das Kombiticket mit Konferenz und Workshop liegt bei 1699 Euro.
Während für Gruppen ab drei Personen eine automatische Rabattstaffel im Ticketshop greift, erhalten Studierende, Schülerinnen und Schüler vergünstigte Tickets auf Anfrage. Über den Newsletter und den Hashtag data2day auf LinkedIn informieren die Organisatoren über weitere Programmdetails.
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