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18.08.2026
09:18 Uhr
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Kleine Aktualisierung, viele Lücken: Gut 30 Sicherheitslöcher hat Apple in insgesamt sechs Betriebssystemen gestopft. KI dürfte geholfen haben.

Apple hat in der Nacht zum Dienstag erneut frische Sicherheitsupdates für seine wichtigsten Betriebssysteme verteilt. Die Aktualisierungen folgen auf iOS 26.6 & Co. sowie das – mit nur einem Fix – ausgestattete macOS 26.6.1, die Ende Juli beziehungsweise erst in der vorvergangenen Woche erschienen waren. Pro Betriebssystem wurden erneut mindestens gut 30 Löcher gestopft, wobei Apple die selbst vorgenommenen Fixes nicht dokumentiert und nur die von externen Sicherheitsforschern mitgeteilten Probleme veröffentlicht.
iOS 26.6.1 und iPadOS 26.6.1 beheben Probleme in der Audio-Routine (Leak sensibler Daten), ImageIO (Denial of Service, Code-Ausführung), IOGPUFamily (Speicherkorrumpierung), dem Kernel (unter anderem eine aus der Ferne ausnutzbare „System Termination“), dem Telefonie-Modul (Mithören von Datenverkehren auch bei IPSec-Verschlüsselung) sowie diverse WebKit-Bugs samt History (Besuch böswilliger Website konnte selbige leaken). Weiterhin wurden nicht näher ausgeführte Probleme in Compression, libcryptex und WebKit behoben. Erneut kam beim Auffinden der Probleme viel künstliche Intelligenz zum Einsatz: So haben mehrere der WebKit-Bugs direkte Credits von OpenAI Codex Security.
macOS 26.6.2 behebt die meisten Lücken in den iOS- und iPadOS-Updates. Auch hier ist der Remote-Kernel-Bug enthalten, mit dem sich das System abschießen ließ. visionOS 26.6.1 liegt ebenfalls zum Download vor; hier hat Apple noch keine sicherheitsrelevanten Fehler benannt, sie dürften aber denen in den iOS-, iPadOS- und macOS-Updates ähnlich sein. Schließlich liefert Apple auch noch iOS und iPadOS 18.7.10 für Nutzer aus, die nicht auf iOS und iPadOS 26 aktualisieren können (oder wollen). Darin stecken ältere Fixes, die bereits zuvor in den anderen Systemen aktualisiert wurden – wer die alten Systeme noch nutzt, sollte dringend aktualisieren.
Was Apple nicht vorgelegt hat, sind Aktualisierungen für macOS 15 (Sequoia) und macOS 14 (Sonoma). Diese hätten eigentlich zusammen mit den Tahoe-Updates erscheinen müssen – plus einer neuen Safari-Version, die die WebKit-Lücken behebt. Der Konzern hat bislang keine Angaben dazu gemacht, wann diese Updates nachgelegt werden.
Die schnelle Taktung von „out of band“-Aktualisierungen für Apples Systeme ist den massiv abgestiegenen Bug-Meldungen dank KI geschuldet, bei denen Apple mittlerweile die Notbremse gezogen hatte und die Anzahl an Einreichungen beschränkt. Oft werden hier Fehler auch mehrfach gemeldet. Ein großes Problem aus Sicht von Sicherheitsforschern ist auch, dass die Vorlage von Bugfix-Paketen dabei hilft, schnell Exploits zu generieren: Dabei werden die Versionen untereinander verglichen und mittels KI dann die Ausnutzung entwickelt. Für die erwähnte Screen-Sharing-Lücke soll so innerhalb von vier Stunden ein Exploit entstanden sein.
(bsc)