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13.05.2026
07:25 Uhr
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Die Gewerkschaften fordern, dass Samsung die Angestellten stärker an den Rekordgewinnen beteiligt. Jetzt sind wichtige Verhandlungen dazu gescheitert.

In Südkorea sind entscheidende Verhandlungen zwischen Samsung und mehreren Gewerkschaften gescheitert, womit ein angedrohter 18-tägiger Streik ab kommender Woche immer wahrscheinlicher wird. Das berichtet die Korea Times, die Zeitung schreibt aber auch, dass eine Einigung in letzter Minute weiterhin möglich sei. Samsung hat demnach auch den Suwon District Court angerufen, um den geplanten Ausstand auf juristischem Weg noch zu verhindern. Zentraler Streitpunkt ist laut dem Bericht weiterhin die Frage, wie die Angestellten von Samsung an den Rekordgewinnen dank des KI-Booms beteiligt werden sollen. Samsung will mögliche Boni demnach stärker an die Leistung koppeln, die Gewerkschaften fordern, dass 15 Prozent des Profits für Sonderzahlungen genutzt werden.
Der angedrohte Streik würde die Speicherproduktion bei Samsung lahmlegen, die Folgen für die Industrie und die Lieferketten wären massiv. Laut der Korea Times drohen Samsung Verluste in Höhe von umgerechnet bis zu 570 Millionen Euro pro Tag. Auch deshalb hat sich zuletzt Südkoreas Regierung an den Verhandlungen beteiligt, die Forderungen der Gewerkschaften dabei aber nicht unterstützt. Sollte der Streik nicht vom angerufenen Gericht verhindert werden, könnte die Regierung tätig werden, berichtet die Nachrichtenagentur noch. Der Arbeitsminister könne einen Ausstand für 30 Tage aussetzen, wenn ein Streik die nationale Wirtschaft oder Menschenleben gefährdet.
Bei dem Konflikt geht es auch um eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge ist die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Zudem hat Samsung zahlreiche Angestellte an den Konkurrenten verloren. Sollten die Gewerkschaften ihre Forderungen durchsetzen, müssten im Schnitt mehr als 340.000 Euro an jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin ausgezahlt werden, hat Bloomberg bereits errechnet. Samsung hatte eine Lohnerhöhung um 6,2 Prozent und eine Reservierung von 10 Prozent der Profite für Boni angeboten.
(mho)