Heise 20.07.2026
16:00 Uhr

Turmventilator Levoit Windi Mini Pro mit Akku im Test: leise, mobil, stark


Der Levoit Windi Mini Pro ist ein kompakter Mini-Turmventilator mit Akku, Ladestation, Oszillation und Stimmungslicht. Wir haben uns ihn ganz genau angeschaut.

Turmventilator Levoit Windi Mini Pro mit Akku im Test: leise, mobil, stark

Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.

Der Levoit Windi Mini Pro ist ein kompakter Mini-Turmventilator mit Akku, Ladestation, Oszillation und Stimmungslicht. Wir haben uns ihn ganz genau angeschaut.

Kleine Tischventilatoren gibt es bereits für wenig Geld. Meist handelt es sich aber um klassische Modelle mit sichtbarem Rotor, einfacher Leistungsregelung und Stromkabel. Der Levoit Windi Mini Pro geht einen anderen Weg. Er ist nur 34 cm hoch, als Mini-Turmventilator ausgelegt, hat einen integrierten Akku, eine eigene Ladestation und erreicht laut Hersteller bis zu 20 h Laufzeit. Hinzu kommen fünf Leistungsstufen, eine Oszillation um bis zu 90 Grad und ein integriertes Stimmungslicht. Damit eignet sich der Windi Mini Pro nicht nur für den Schreibtisch, sondern auch für Schlafzimmer, Terrasse oder Camping.

Mit einer Grundfläche von nur 12,5 cm Durchmesser benötigt der zylindrische Windi Mini Pro kaum Platz. Das schlanke Turmdesign wirkt deutlich moderner als ein klassischer Tischventilator wie etwa der ebenfalls richtig gute Meaco Sefte 6 (Testbericht). Praktisch ist der große Tragegriff auf der Oberseite. So lässt sich das 34 cm hohe und nur 1,2 kg schwere Gerät problemlos von Raum zu Raum transportieren. Die Verarbeitung überzeugt: Trotz des reinen Kunststoffgehäuses wirkt das Gerät dank der Aufteilung in graue und anthrazitfarbene Bereiche samt bronzefarbenen Absetzungen schick und modern. Ein Display fehlt, dafür gibt es eine Anzeige mit beleuchteten Piktogrammen, die nur bei Nutzung kurz aufleuchten. Eine Gummioberfläche schützt die Tasten auf der Oberseite. Etwas schade: Die kleine, runde IR-Fernbedienung lässt sich aber nirgends am Gerät befestigen. Auch ist sie unbeleuchtet, die acht Tasten lassen sich im Dunkeln nur mit Übung korrekt ertasten.

Ein Highlight ist die Ladestation. Der Ventilator steht einfach auf dem Ladesockel und lädt dort über mehrere Verbindungs-Stifte seinen Akku. Lästiges Kabel-Gefummel entfällt. Mit einem einfachen USB-C-Netzteil mit 5 Volt stehen während des Ladens gegebenenfalls nur die ersten drei Leistungsstufen zur Verfügung. Für die volle Leistung empfiehlt Levoit ein Netzteil mit 9 oder 12 Volt. Die Laufzeit liegt laut Levoit je nach Leistungsstufe zwischen fünf und 20 h. Im Test bestätigen sich die fünf Stunden auf höchster Stufe knapp – dabei laufen zusätzlich die Oszillation sowie in den letzten beiden Stunden das etwa Teelicht helle Stimmungslicht am unteren Ende. Das ist ein ordentlicher Ausdauer-Wert.

Daneben bietet Levoit den günstigeren Windi Mini (ohne Pro-Zusatz) mit Netzbetrieb an. Dieser verzichtet nicht nur auf Akku und Ladestation, sondern auch auf das Nachtlicht und die Schutzart IPX4.

Trotz der kompakten Abmessungen soll der Windi Mini Pro laut Levoit eine Luftgeschwindigkeit von bis zu 7 m/s erreichen. Dafür stehen vier normale Leistungsstufen und ein zusätzlicher Turbomodus bereit. Für die gezielte Abkühlung am Schreibtisch oder neben dem Bett reicht die Leistung damit mehr als aus. Auf zwei oder drei Meter Entfernung spendet er noch eine ordentliche Brise, auf größere Distanz lässt das spürbar nach. An die Leistung eines großen Standventilators kommt der Windi Mini Pro wenig überraschend nicht heran.

Auf der kleinsten Stufe messen wir per Handy-App in 50 cm Abstand eine Lautstärke von knapp 22 dB an. Damit ist er neben dem Meaco Sefte 6 der leiseste Ventilator und empfiehlt sich für Schlafzimmer und Arbeitsplatz. Mit steigender Leistung nimmt das Betriebsgeräusch naturgemäß zu; als maximale Geräuschentwicklung messen wir etwa 44 dB. Das liegt absolut im Rahmen.

Der Luftkanal, der die kühlende Brise abgibt, ist recht schmal. Für eine breitere Luftverteilung oszilliert der Windi Mini Pro in 30-Grad-Schritten. Der maximale Schwenkbereich beträgt 90 Grad. Gerade in kleinen Räumen oder bei mehreren Personen ist das deutlich praktischer als ein starr ausgerichteter Tischventilator.

Der Windi Mini Pro reagiert direkt am Gerät oder über die mitgelieferte Fernbedienung, die gute vier bis fünf Meter weit reicht. Neben der Leistungsstufe lassen sich Oszillation und ein Timer mit zwei, vier, acht oder zwölf Stunden einstellen. Zusätzlich besitzt der Ventilator ein gelbliches Nachtlicht mit 2700 Kelvin, zwei Helligkeitsstufen und einem pulsierenden Modus.

Eine App-Steuerung bietet der Windi Mini Pro nicht, auch Alexa, Google Home oder andere Smart-Home-Funktionen fehlen entsprechend.

Der Levoit Windi Mini Pro kostet auf Alza.de 97 Euro, das Nicht-Pro-Modell für 65 Euro. Achtung: Neben dem Pro-Modell gibt es auch ein Plus-Modell. Dieses scheint baugleich zu sein.

Der Levoit Windi Mini Pro ist deutlich teurer als ein einfacher Tischventilator. Dafür bietet er eine gelungene Kombination aus kompakter Bauform, Akku und – für seine Größe – hoher Leistung. Besonders lange Laufzeit, praktische Ladestation und geringes Gewicht samt Tragegriff machen das Gerät ausgesprochen flexibel.

Auch der leise Betrieb auf niedriger Stufe passt gut zum Einsatz am Schreibtisch oder neben dem Bett, wo dann auch das Stimmungslicht schön zur Geltung kommt. Schade ist, dass Levoit auf eine App verzichtet – gerade bei diesem Preis. Wer einen möglichst günstigen Ventilator sucht, ist hier falsch und greift besser zum kabelgebundenen Nicht-Pro-Modell.