Heise 15.03.2026
20:00 Uhr

Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test


Das perfekte Steuergerät fürs intelligente Zuhause? Fehlanzeige. Doch es gibt Lösungen, die dem Ideal sehr nahekommen.

Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.

Das perfekte Steuergerät fürs intelligente Zuhause? Fehlanzeige. Doch es gibt Lösungen, die dem Ideal durch Offenheit und Vielseitigkeit sehr nahekommen.

Smarte Thermostate für Heizkörper (Bestenliste) oder Fußbodenheizungen (Ratgeber) regulieren die Temperatur nach Plan, Licht schaltet sich bei Anwesenheit automatisch ein, wenn etwa ein Bewegungs- oder Präsenzmelder (Bestenliste) eine Person im Raum registriert. Sensoren warnen zuverlässig vor Gefahren wie Rauch, Wasser oder Gas (Ratgeber) und auch Rolläden (Ratgeber) lassen sich automatisieren und Raumluftsensoren (Bestenliste) optimieren die Reinigungsleistung von Luftreinigern (Bestenliste) oder Fensteröffner für frische Luft. Last but not least warnen Überwachungskameras (Bestenliste) vor ungebetenen Gästen und smarte Schlösser (Bestenliste) öffnen automatisch die Tür, wenn man vollbepackt vom Wocheneinkauf zu Hause ankommt.

Die Beispiele zeigen. Ein Smart Home steigert den Komfort, erhöht die Sicherheit, spart Energiekosten (Ratgeber) und kann der Gesundheit (Ratgeber) dienen. Die theoretischen Möglichkeiten scheinen grenzenlos. In der Praxis hakt es jedoch oft an der reibungslosen Kommunikation zwischen den verschiedenen Geräten. Hier kommt der Wahl der richtigen Zentrale eine entscheidende Rolle zu.

Die „Eierlegende Wollmilchsau“ gibt es nicht. Doch der Testsieger, die Open-Source-Plattform Home Assistant, kommt diesem Ideal so nah wie keine andere Lösung. Die Kehrseite der Medaille: Die Einrichtung erfordert technisches Verständnis und Geduld. Für ambitionierte Nutzer, die Wert auf eine benutzerfreundliche Oberfläche legen, ist daher Homey Pro die bessere Wahl. Sie bietet eine ähnlich breite Kompatibilität in einem ausgereiften, einfach bedienbaren System und lässt sich zudem für große Flächen erweitern.

Home Assistant und Homey Pro spielen in einer eigenen Liga – der Champions League der Smart-Home-Zentralen. In puncto Gerätekompatibilität werden sie nur von anderen Open-Source-Projekten wie IObroker, FHEM oder OpenHAB herausgefordert, die jedoch ebenfalls hohe technische Hürden mit sich bringen.

Wer schnell, unkompliziert und kostengünstig starten möchte, für den ist der Preis-Leistungs-Sieger Smarthome by Hornbach eine gute Adresse. Das Gateway V2 unterstützt mit Zigbee und Z-Wave die wichtigsten Funkstandards und bereitet sich mit einer Matter- und Thread-Integration auf die Zukunft vor. Derzeit ist die Matter-Unterstützung noch in der Testphase und auf Wi-Fi-Geräte limitiert.

Mit Home Assistant Green bietet Nabu Casa für 115 Euro eine leistungsfähige Smart-Home-Zentrale, die nicht nur Tausende kommerziell erhältliche Geräte unterstützt, sondern mit ESP Home auch die Steuerung von Eigenbauten auf Basis von ESP-Boards supportet. Die Performance von Home Assistant Green ist für den Großteil von Anwendungen völlig ausreichend. Aber wer die Open-Source-Plattform voll ausreizen möchte, installiert Home Assistant auf einem Mini-PC (Ratgeber).

Der Homey Pro (2026) ist ein Refresh, kein wirklich neues Modell. Die größte Änderung betrifft den Arbeitsspeicher, der nun von 2 auf 4 GB angewachsen ist. Das bietet mehr Reserven für viele Apps und umfangreiche Set-ups.

Smart Home by Hornbach ist mit einem Preis von knapp 50 Euro eine der günstigsten Smart-Home-Zentralen. Dafür erhalten Nutzer dank Kompatibilität zu WLAN, Z-Wave und Zigbee eine leistungsfähige Smart-Home-Zentrale, mit der sie zahlreiche Komponenten verschiedener Hersteller zum Aufbau eines Smart Home verwenden können.