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26.05.2026
10:45 Uhr
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Nach der Ankündigung einer Remote-Funktion über die ChatGPT-App legt OpenAI noch einmal nach: Codex soll den Mac via Computer Use im Locked-Modus kontrollieren.

Agentische KI steuert Mac, ohne dass der Nutzer dies sieht: Für manche User mag das dystopisch klingen, für OpenAIs Coding-Assistenten Codex ist das künftig Realität. Mit der jüngsten Version der App samt entsprechenden Rechten muss die Maschine nicht mehr entsperrt sein, damit die KI aktiv werden kann. Das kündigte OpenAI in der vergangenen Woche via X an und ergänzte auch seine Dokumentation von Codex entsprechend.
Laut dem Unternehmen muss der Mac durch den Nutzer nicht mehr „unlocked“ sein, „damit Codex Deinen Computer verwenden kann“. Die entsprechende Option in der macOS-App nennt sich „Locked Use“. Sie ist, genauso wie die Rechnersteuerung durch Codex an sich („Computer Use“), derzeit allerdings noch nicht innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (inklusive EU), der Schweiz sowie Großbritannien verfügbar. Auch für Windows oder Linux gibt es weder Locked Use noch Computer Use.
Damit Computer Use grundsätzlich funktioniert, muss man Codex die Rechte für Bildschirmaufnahmen sowie den Zugriff für Bedienungshilfen geben – die App kann damit grundsätzlich alles auf dem Rechner tun. Immerhin fragt Codex innerhalb der App selbst allerdings nach, welche macOS-Anwendungen Nutzer für den Coding-Assistenten erlauben wollen und welche nicht. Für den Einsatz des Locked Use reichen die beiden Freigaben allerdings nicht. Apple verlangt hierfür ein sogenanntes Authorization Plug-in, das den „macOS Unlock Flow“ unterstützt.
OpenAI ist sich bewusst, dass sowohl Computer Use als auch Locked Use ein Sicherheitsproblem darstellen können. So rät der KI-Konzern Nutzern beispielsweise, Codex „klare Ziel-Apps oder Flows“ zu geben und dabei jeweils nur eine. Innerhalb des Locked Use erkennt Codex eine Verwendung von Tastatur, Trackpad oder Maus durch den Nutzer und deaktiviert den automatischen Unlock dann zunächst, bis der nächste manuelle Unlock erfolgt. Codex soll Zugriff auf alle Bildschirme haben, allerdings nur während „aktiver Computer-Use-Turns“. Zudem sei das Autorisierungsfenster „kurz und auf den aktuellen Entsperrversuch“ konzentriert.
Dennoch sollten sich Nutzer genau überlegen, was sie hier tun. Zuletzt hatte OpenAI die ChatGPT-App mit neuen Fernsteuerungsfunktionen für Codex auf dem Mac ausgerüstet. Dies funktioniert sowohl unter iOS als auch unter Android. Die Funktion gilt derzeit noch offiziell als „Preview“. Sie kann nun direkt im Zusammenhang mit dem Locked Use verwendet werden. Zuvor musste der heimische Mac entsperrt bleiben, was unsicher war.
(bsc)