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17.07.2026
07:49 Uhr
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OpenAIs erstes eigenes Gerät heißt Codex Micro und ist ein Makro-Pad. Es kostet 230 US-Dollar und steuert KI-Agenten, wird aber nicht von OpenAI selbst gebaut.

OpenAIs erstes gebrandetes Hardware-Produkt ist ein Makro-Pad für Entwickler. Das Codex Micro kostet 230 US-Dollar und lässt sich seit Mittwoch im Webshop des Herstellers Work Louder bestellen. Aktuell wird das Gerät im deutschen Store als ausverkauft angezeigt.
Das Gerät ist ein Steuerpult für OpenAIs Programmier-Agenten Codex. Auf einem Körper aus gefrästem Aluminium und Polycarbonat sitzen 13 mechanische Tasten, ein Drehregler, ein Joystick und ein Touch-Sensor. Sechs durchscheinende Tasten in der oberen Reihe zeigen per RGB-Beleuchtung an, woran die einzelnen Agenten gerade arbeiten: ob sie „denken“, auf eine Antwort warten oder auf einen Fehler gelaufen sind, beschreibt Work Louder. Der Rahmen leuchtet in derselben Farbe mit.
Die Kommandotasten belegen häufige Aktionen: Änderungen annehmen oder ablehnen, Push-to-talk für Spracheingaben, einen neuen Chat beginnen. Am Drehregler stellt man die Reasoning-Stufe von Codex ein, per Joystick löst man Workflows wie das Review eines Pull Requests oder das Debugging eines Fehlers aus. Beigelegt sind 32 Icon-Keycaps zum Tauschen. Die Belegung ändert man direkt in Codex oder über Work Louders Software Input, die sechs programmierbare Ebenen bietet.
Das Codex Micro wurde nicht von Grund auf neu entwickelt. Es basiert auf dem Makro-Pad Creator Micro 2, den Work Louder bereits im Sortiment hat. Weil sich die Makro-Tasten frei belegen lassen, könnte man einen Großteil der Funktionen des Codex Micro wohl auch über andere Makro-Pads abbilden. Preislich gibt es keinen großen Unterschied: Der Creator Micro 2 kostet 174 US-Dollar, dazu kommen 50 US-Dollar für optionale Icon-Keycaps, die in der OpenAI-Variante bereits enthalten sind.
Das Makro-Pad kommt damit streng genommen vor dem Gerät, das OpenAI eigentlich als Hardware-Debüt behandelt: OpenAIs erstes eigenes KI-Gerät soll ein Smart Speaker mit mechanischen Elementen sein, berichtete Bloomberg am Dienstag. Ein Akku macht den Lautsprecher tragbar, eine Kamera und weitere Sensoren sollen die Umgebung erfassen. Bewegliche mechanische Elemente sollen den Eindruck erzeugen, dass das Gerät lebt und nicht bloß Befehle abarbeitet.
Vorstellen will OpenAI den Lautsprecher noch in diesem Jahr, in den Handel kommen soll er 2027. Ob dieser Zeitplan hält, hängt laut Bloomberg auch von einem Gerichtsverfahren ab: Apple hat OpenAI am 10. Juli verklagt und wirft dem Unternehmen vor, Geschäftsgeheimnisse für die eigene Geräteentwicklung zu nutzen. Laut der Klageschrift arbeiten inzwischen mehr als 400 frühere Apple-Mitarbeiter bei OpenAI.
(dahe)