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09.06.2026
13:50 Uhr
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Google rüstet NotebookLM mit Gemini 3.5 auf: Das KI-Tool erstellt jetzt Excel-Tabellen, PowerPoint-Folien und PDFs – zunächst für zahlende Abonnenten.

Googles KI-gestütztes Tool für Notizanalysen NotebookLM kann seine Ergebnisse ab sofort in gängige Office-Formate exportieren. Neben XLSX-Dateien für Microsoft Excel erzeugt das Tool auch PowerPoint-Präsentationen, PDF-Reports, Diagramme und weitere Dateitypen. Zugleich wechselt NotebookLM auf das aktuelle Gemini-3.5-Modell und bekommt mit einem sogenannten „Secure Cloud Computer“ die Fähigkeit, eigenständig Code auszuführen.
Wie Google in seinem Blog mitteilt, unterstützt NotebookLM folgende Ausgabeformate: Datenvisualisierungen als PNG und SVG, Dokumente als PDF, DOCX, Markdown und Textdateien, Bilder als PNG, JPG und GIF, strukturierte Daten als CSV und JSON sowie Microsoft Excel (XLSX) und Microsoft PowerPoint (PPTX). Die erzeugten Dateien landen im Studio-Panel des Tools, von wo aus Nutzer sie herunterladen oder per Prompt weiter anpassen können – etwa um Inhalte zu ergänzen oder Fehler zu korrigieren.
Für den Praxisalltag heißt das: NotebookLM kann aus hochgeladenen Quellen etwa Budget-Tabellen, Projektberichte mit eingebetteten Diagrammen oder Foliensätze generieren – Ergebnisse, die Nutzer bisher manuell in separaten Anwendungen erstellen mussten.
Unter der Haube wechselt NotebookLM im gleichen Zuge auf das Modell Gemini 3.5 und wird in Googles agentische Plattform Antigravity integriert. Jedes Notebook erhält zudem einen eigenen „Secure Cloud Computer“ – eine Cloud-Umgebung, in der NotebookLM Code schreiben und ausführen kann, etwa für Datenanalysen oder Visualisierungen. Google stellt dafür mehr als 100 kuratierte „Software Skills“ bereit.
Antigravity kann größere Aufgaben in Teilschritte zerlegen und Sub-Agenten parallel ausführen lassen. Konkrete Details zu Sicherheitsmaßnahmen wie Container-Isolierung, Netzwerkgrenzen oder Audit-Logs macht Google im Blog allerdings nicht – für sicherheitskritische Szenarien bleibt eine eigene Risikoanalyse daher unumgänglich.
Bislang war NotebookLM vor allem dann nützlich, wenn Nutzer bereits eigene Dokumente eingespielt hatten. Künftig soll das Tool auch bei vagen Ideen und offenen Fragen ansetzen und aktiv beim Aufbau einer Quellensammlung helfen. Dazu kann NotebookLM über die Google-Suche relevante Quellen im Web finden und direkt ins Notebook übernehmen. Die Kontrolle über die Quellenauswahl bleibt laut Google beim Nutzer: Quellen müssen explizit hinzugefügt werden, und alle Antworten sollen weiterhin mit Quellenangaben versehen sein. Eine manuelle Recherche ersetzt das allerdings nicht, da Aspekte wie Quellenvielfalt, Paywalls oder systematische Verzerrungen im öffentlichen Web nicht entsprechend abgedeckt werden.
Die neuen Funktionen werden global im Web zunächst für Nutzer mit Google AI Ultra sowie Workspace-Business-Kunden mit AI Ultra Access und AI Expanded Access freigeschaltet. Weitere Konten sollen später folgen. Damit koppelt Google die Verbesserungen von NotebookLM an seine kostenpflichtigen KI-Tarife. Parallel hat der Konzern kürzlich den Preis für das Einstiegsabo Google AI Plus gesenkt und den inkludierten Speicher verdoppelt – offenbar mit dem Ziel, mehr Nutzer in das eigene KI-Ökosystem zu ziehen. Für professionelle Anwender, die die neuen Export- und Recherchefunktionen von NotebookLM nutzen wollen, führt der Weg vorerst aber nur über die teureren Abostufen.
(rie)