FAZ 06.05.2026
13:45 Uhr

Reise nach Italien: Prinzessin Catherine plant nach Krebsdiagnose erstmals wieder eine Auslandsreise


Dreieinhalb Jahre liegt die letzte Auslandsreise von Prinzessin Catherine zurück. Jetzt steht wieder eine Reise bevor – in eine Stadt in Italien, die für ihre frühkindliche Pädagogik bekannt ist.

Reise nach Italien: Prinzessin Catherine plant nach Krebsdiagnose erstmals wieder eine Auslandsreise

Fast dreieinhalb Jahre liegt ihre letzte Reise ins Ausland zurück. Im Dezember 2022 begleitete Prinzessin Catherine ihren Mann, Thronfolger Prinz William, in die Vereinigten Staaten nach Boston. Dort wurde der von William erst 2020 mit dem Naturforscher Sir David Attenborough begründete Earthshot Prize, ein globaler Umweltpreis, vergeben. Dieses Mal reist die Prinzessin allein, und das schon nächste Woche nach Italien. Sie freue sich sehr auf diese zweitägige Reise, teilte der Kensington-Palast dazu mit. Demnach wird sie am 13. und 14. Mai in der Stadt Reggio Emilia erwartet, wo sie sich einem ihrer Herzensprojekte, der frühkindlichen Bildung, widmen will. Der Ort ist bekannt durch die Reggio-Pädagogik, die unter der Federführung des Pädagogen Loris Malaguzzi 1970 eingeführt wurde. Schon 1945 hatte er einen „Volkskindergarten“ gegründet, daraus entstand die Idee kommunaler Krippen und Kindergärten, 1960 kam ein erstes Zentrum für Kinder mit Behinderungen hinzu. Catherine wolle sich aus erster Hand einen Eindruck von dieser Philosophie verschaffen und in der Stadt Pädagogen, Eltern, Kinder, lokale Vertreter und Wirtschaftsführer treffen. Im Juni 2024 erstmals wieder bei der Geburtstagsparade Catherine hatte sich im Januar 2024 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, im März des Jahres gab sie bekannt, dass bei ihr Krebs diagnostiziert worden sei und sie schon seit Februar eine Chemotherapie durchlaufe. Erstmals wieder öffentlich trat sie bei der Geburtstagsparade für den König, Trooping the Colour, im Juni 2024 auf, im September gab sie bekannt, nach und nach wieder öffentliche Aufgaben wahrnehmen zu wollen. Die Vierundvierzigjährige hat eine Reihe von Schirmherrschaften inne, dabei konzentriert sie sich vor allem auf die Bereiche frühkindliche Entwicklung, psychische Gesundheit, Sport und Kunst, sie setzt sich aber auch für Menschen ein, die unter dem Stigma etwa ihrer Rauschgiftsucht zu leiden haben.