FAZ 23.09.2026
14:31 Uhr

„Offenes Verfahren“: Frankfurter SPD will neue Bundespartei-Spitze


Die Frankfurter SPD fordert einen politischen und personellen Neuanfang an der Parteispitze. Ein außerordentlicher Bundesparteitag im Herbst solle den neuen Vorsitz bestimmen.

„Offenes Verfahren“: Frankfurter SPD will neue Bundespartei-Spitze

Die Frankfurter SPD fordert eine personelle Neuaufstellung an der Spitze ihrer Partei auf Bundesebene. „Die gegenwärtige Parteiführung trägt Verantwortung für die strategische und politische Entwicklung der vergangenen Jahre. Ein politischer Neuanfang ist deshalb nur dann glaubwürdig, wenn er auch mit einer personellen Neuaufstellung verbunden ist“, heißt es in einem Beschluss des Unterbezirksvorstands. Die Frankfurter Sozialdemokraten schlagen vor, auf einem außerordentlichen Bundesparteitag in diesem Herbst einen neuen Parteivorsitz zu bestimmen. Gefordert wird ein offenes und transparentes Verfahren: „Nicht erneut dürfen kleine Führungsrunden darüber entscheiden, wer der Partei anschließend als alternativlose Lösung präsentiert wird“, heißt es. Eine lebendige sozialdemokratische Partei brauche die offene Auseinandersetzung um Personen, Ideen und den künftigen politischen Kurs. Der nächste Parteivorsitz müsse deshalb durch ein verbindliches, bundesweites Mitgliedervotum bestimmt werden, heißt es weiter. Die Mitglieder sollten nicht lediglich angehört werden, sondern ihre Entscheidung müsse verbindlich sein. „Wir fordern den Parteivorstand deshalb auf, den Weg für einen politischen und personellen Neuanfang freizumachen.“