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19.09.2026
18:57 Uhr
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Einige Zelte wegen Überfüllung geschlossen und erster Alkohol-Notfall +++ Fest lief bislang größtenteils störungsfrei +++ Neue Dirndl-Trends in diesem Jahr +++ Verfolgen Sie den ersten Wiesn-Tag im Liveblog.

Menschen hängen kopfüber in Wiesn-Drehkarussell festRund fünf Minuten lang mussten Besucher eines Fahrgeschäfts auf dem Oktoberfest kopfüber ausharren. Das Drehkarussell blieb am Samstagabend wohl wegen einer technischen Störung stehen, wie ein Sprecher der Wiesnwache der Feuerwehr München mitteilte.Vor allem Jugendliche klagten nach Angaben der Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz nach der Fahrt über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Nach einer kurzen Untersuchung konnten jedoch alle Besucher des Fahrgeschäfts wieder zurück auf das Festgelände gehen. Ein Sachverständiger prüfte nach Angaben der Feuerwehr das Karussell und gab es noch am Abend wieder frei.
Der erste Wiesn-Tag in Bildern
Wo kann man nach der Wiesn weiterfeiern?Die letzte Maß Bier in den großen Festzelten gibt es um 22.30 Uhr, dann endet auch die Musik, um 23.30 Uhr ist endgültig Schluss. Ausnahme sind die Käfer-Wiesn-Schänke und Kufflers Weinzelt, hier kann bis ein Uhr gefeiert werden. Fahrgeschäfte und Verkaufsstände schließen spätestens um 24 Uhr. Einige Clubs und Bars bieten täglich After-Wiesn-Partys an – zum Beispiel die Milchbar oder der Wiesnclub. Obacht: Wiesngänger sind nicht überall in der Stadt willkommen, in einigen Lokalen gilt ein Trachtenverbot. So will man stark alkoholisierte Festbesucher draußenhalten.
Über 300 Patienten versorgt – das Einsatz-Ranking des TagesInsgesamt hat der Sanitätsdienst rund 300 Patientinnen und Patienten versorgt. Dabei kam es am häufigsten zu den folgenden Einsätzen:Platz 1: Kreislaufprobleme wie Synkope/KollapsPlatz 2: AlkoholintoxikationPlatz 3: Chirurgische Verletzungen an den Extremitäten wie Schnittwunden
Pfiats Eich! Die Wiesn-Reporterinnen haben sich abseits vom Oktoberfest niedergelassen und verabschieden sich in den Feierabend. Wir wünschen ein friedliches Oktoberfest!
Polizei: Einzug und Wiesn verliefen bislang störungsfrei Die Polizei erfasste bis zum späten Nachmittag rund 55.000 Besucher. Knapp 400 Einsatzkräfte arbeiteten an diesem sonnigen Samstag auf der Theresienwiese. Nur die Festzelte waren zum Teil schon mittags überfüllt, doch auch dort findet sich mit ein wenig Wartezeit noch ein Platz.
Wiesn-GugelhupfEs gab dann doch noch eine Kaffee-Pause. Beim Gugelhupf-Tasting im „Wiesn Gugelhupf“ konnten wir unseren klaren Favoriten küren:Schoko-Banane – saftig und schokoladigZwetschge – wie Stuten, nur noch viel besser Marmor – solide Mohn – leider zu trocken
Wiesn-Trends: „Kurze Dirndl sind so out“„Ab 60cm und drunter geht gar nicht.“ Silina und ihre Freundinnen Judith, Noreen und Lilli sind sich einig: Lange Röcke am Dirndl sind dieses Jahr angesagt. Außerdem seien helle Farben und Samt im Trend, sagen die Frankfurterinnen. Und Dirndl mit Schnürung sind natürlich auch schon wieder veraltet. Lillis blaues Samt-Dirndl mit Reißverschluss ist dementsprechend „on point“.„Ach, aber das Wichtigste ist natürlich immer, dass man sich wohlfühlt“, ergänzt Judith, und alle nicken.
Erster alkoholbedingter Notfall des TagesUm kurz vor 16:00 Uhr gab es die erste Alkoholintoxikation: Ein 19-jähriger Festbesucher hat das Wiesnbier unterschätzt – so sehr, dass er nicht mehr stehfähig war. Seine Freunde alarmierten die Sanitäter. Aktuell wird zudem abgeklärt, ob auch eine Erkrankung damit zu tun haben könnte. Der junge Mann wird derzeit weiter untersucht und erhält bei Bedarf eine CT-Untersuchung sowie Medikamente.
Immer mehr Zelte vorübergehend geschlossenEinige Zelte gewähren wegen Überfüllung keinen Einlass mehr. Am Schützenfestzelt, im Schottenhamel und im Käferzelt können vorübergehend keine weiteren Gäste eingelassen werden, heißt es dort. Immer wieder kommt es zu solchen Einlassstopps. Die ersten Schilder dieser Art hat unsere Reporterin Anaïs Muschter bereits um 10 Uhr morgens fotografiert.
80 Meter über der Wiesn mit dem „Jules-Verne-Tower“„Wenn wir sterben, dann wenigstens zusammen“, sage ich aufmunternd zu dem Fahrgast neben mir, der dem Sicherheitsmann mit nervösem Blick dabei zusieht, wie er seinen Sicherheitsgurt schließt. „At least I don’t go to heaven alone“, erwidert der etwas zittrig. Und gen Himmel geht es dann doch erstaunlich schnell. Schon heben die Zweiersitze weiter vom Boden ab. Nach wenigen Sekunden fliegen wir mit rasanten 65 Stundenkilometern 80 Meter über der Wiesn. Die Luft ist besser, der Ausblick fantastisch. Aber die Freude währt nur kurz, denn nach 1:30 Minuten fangen die Sitze wieder an, sich dem Erdboden zu nähern. In Windeseile werden die Sicherheitsgurte gelöst. Mit wackligen Beinen steige ich aus. Jetzt eine Mass Bier wäre schön.
Alte und neue Drindl-Trends Geschnürte, kürzere und bunte Dirndl waren noch vor ein paar Jahren gefragt. Jetzt sind die Trachten länger und haben Knöpfe oder Reißverschlüsse. Auch kleine Rüschenärmel und Spitze sind in.Die Freundinnen gehen seit Jahren auf die Wiesn, immer wieder kommen neue Personen mit. Das Fest bringt Menschen zusammen, sagen sie.