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07.10.2026
03:36 Uhr
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Rohöl brennt laut Russland „offen auf dem Wasser des Schwarzen Meeres“ +++ Neue russische Angriffe auf Kiew +++ Wadephul: Putin möchte Zusammenbruch der Sowjetunion reparieren +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Neue russische Angriffe auf KiewNach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht abermals die Hauptstadt Kiew attackiert worden. Das Portal „The Kyiv Independent“ berichtete, Russland habe einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt begonnen. In den frühen Morgenstunden seien zahlreiche Explosionen in der Stadt zu hören gewesen, berichteten Reporter demnach. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens 10 bis 12 Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, wurde einer der Reporter zitiert. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete laut dem Portal von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolonskyj, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podilskyj seien Lagerhallen getroffen wurden. Auch Journalisten des Mediums berichteten von Angriffen dort, Flammen und Rauch seien zu sehen gewesen. Über Schäden war zunächst nicht bekannt.
Prien erinnert an die Opfer von Babyn JarBildungsministerin Karin Prien (CDU) hat anlässlich des 85. Jahrestags des Massakers von Babyn Jar in der Ukraine an die Opfer der Massenerschießungen erinnert. Ende September 1941 hatten deutsche Besatzer in dieser Schlucht nördlich der Stadt Kiew innerhalb von nur zwei Tagen fast 34.000 Juden getötet. Bis 1943 fanden an dem Ort weitere Morde statt.Prien sprach sich in ihrer Rede für eine zeitgemäße Erinnerungskultur aus. Erinnerung ermögliche es, den Opfern das zurückzugeben, was die Täter ihnen nahmen. „Den Namen, die Würde, die Geschichte, die Identität“. Die Bildungsministerin kritisierte die jahrzehntelange Verweigerung in der Sowjetzeit, die Täter als jüdisch zu benennen. Vielen Deutschen sei außerdem noch immer nicht bewusst, dass Osteuropa der Hauptschauplatz des deutschen Vernichtungskriegs gewesen sei. „Hier haben wir zuhause noch Bildungsarbeit zu leisten“, sagte die Ministerin. Prien verwies auch auf ihre jüdischen Wurzeln und darauf, dass sie selbst Angehörige durch die Shoa verloren habe. Die Geschichte verpflichte Deutschland zur „verlässlichen und dauerhaften Unterstützung der Ukraine“. An der Zeremonie nahmen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Präsidialamtschef Kyrylo Budanow und Außenminister Andrij Sybiha teil. Zu den geladenen Gästen sprachen zudem der in Charkiw geborene Knesset-Abgeordnete Ze‘ev Elkin und der Leiter der Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan.
Schweden verlegt Patriot-Luftabwehrsysteme nach PolenSchweden verlegt Patriot-Luftabwehrsysteme zur Absicherung eines NATO-Logistikdrehkreuzes nach Polen. Der Einsatz soll im Dezember beginnen und eine Einheit aus den Niederlanden ablösen, gibt Ministerpräsident Ulf Kristersson bekannt. Rund 100 Personen einer Luftabwehreinheit aus Halmstad werden dafür nach Polen geschickt, wie die Regierung mitteilt. In der vergangenen Woche hatte das Land zudem die Verlegung von Gripen-Kampfjets angekündigt. Die Aufgabe beider Einsätze sei es, das Nato-Logistikdrehkreuz an einem polnischen Flughafen zu schützen, erklärt Kristersson. Zur genauen Anzahl der Patriot-Systeme macht die Regierung keine Angaben. Über das NATO-Logistikzentrum wird die Ukraine mit Waffen versorgt.
Moskau weist deutschen Vorwurf des „Schattenkrieges“ zurückRussland weist den von BND-Präsident Martin Jäger erhobenen Vorwurf eines russischen „Schattenkrieges“ gegen Deutschland zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach in Moskau am Dienstag von „absolut unbegründeten Anschuldigungen, denen jede stichhaltige Argumentation fehlt“. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Deutschland versuche, aus Russland einen scheinbaren Feind zu machen, um die Ausgaben für eine Militarisierung zu rechtfertigen, sagte Peskow.Am Vortag hatte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) bei einer Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag von einem „Schattenkrieg“ gesprochen. Jäger bezog dies unter anderem auf den versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle und Sabotageakte, die Russland zugeschrieben werden. Seine Wortwahl geht über den bisherigen Sprachgebrauch der Bundesregierung von einer „hybriden Bedrohung“ hinaus.
Frachter nach Drohnenangriff vor Bulgarien gesunkenNach einem Drohnenangriff im Schwarzen Meer vor der Küste des NATO-Mitglieds Bulgarien ist ein Frachter gesunken, die Besatzung wird vermisst. Bei dem Vorfall am Dienstag seien rund 112 Kilometer vor der östlichen Küstenstadt Bjala zwei Schiffe getroffen worden, erklärte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew. Während Radews Angaben zufolge die Besatzung eines Getreidefrachters gerettet werden konnte, sank das andere, unter der Flagge Togos fahrende Schiff. Radew verurteilte den Angriff als grobe Verletzung des Völkerrechts. Wer für den Beschuss mit Luft- und Seedrohnen verantwortlich war, blieb zunächst unklar. „Ich kann noch nicht sagen, welcher Seite die Drohnen angehören, aber eines ist klar: Entweder sind sie russisch oder ukrainisch“, sagte Radew.Während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland des Angriffs beschuldigte, lag eine russische Stellungnahme zunächst nicht vor.
Gouverneur: Zwei Zivilisten durch ukrainischen Drohnenangriff getötetBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau sind in der Nacht zu Dienstag nach Behördenangaben zwei Zivilisten getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur, Andrej Worobjow, mit. Er sprach von einem der bislang schwersten Drohnenangriffe auf die Hauptstadtregion. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin steuerten mehr als 650 ukrainische Drohnen auf die russische Hauptstadt zu. Die meisten von ihnen seien jedoch abgeschossen worden.Bei den Todesopfern in der Region Moskau handele es sich um einen 71 Jahre alten Mann, der aus den Trümmern eines Hauses geborgen worden sei, sowie einen 20 Jahre alten Mann aus einem nahegelegenen Dorf, erklärte Gouverneur Worobjow. Der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge geriet zudem ein Lagerhaus in Brand. In Domodedowo südlich von Moskau, wo sich der drittgrößte Flughafen des Landes befindet, fiel in einigen Dörfern der Strom aus.Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus im russisch besetzten Teil der südöstlichen Region Saporischschja wurden den dortigen Besatzern zufolge drei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Unter den Toten sei auch der Busfahrer. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht dazu.
Russland greift Dnipro-Brücke in Saporischschja anRussland hat auch in ostukrainischen Großstadt Saporischschja gezielt eine Brücke über den Dnipro angegriffen. Laut dem Gouverneur der Region, Mychailo Semikin, wurden bei dem Angriff in der Nacht auf Dienstag fünf Menschen verletzt. Zwei der Verletzten seien Rot-Kreuz-Mitarbeiter auf dem Weg ihrem Einsatz gewesen, teilte Semikin mit. Mit welchen Waffen die Russen in Saporischschja angegriffen haben, wurde in den bisherigen Mitteilungen nicht erwähnt. In den vergangenen Tagen griff Russland mehrfach große Brücken über den Dnipro in der Hauptstadt Kiew mit düsenbetriebenen Drohnen an. Am Sonntag auch während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz.Die düsenbetriebenen Drohnen sind für die ukrainische Luftverteidigung deutlich schwerer abzuwehren als die propellerbetriebenen Drohnen, auf die Russland bisher hauptsächlich setzte:
Ukraine greift Moskau laut Russland mit 650 Drohnen anDie Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben in der Nacht mit rund 650 Drohnen angegriffen. Die meisten seien von der Luftverteidigung aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der Plattform Telegram. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden. Ein Mensch wurde den Behörden zufolge getötet. Sechs weitere Personen seien verletzt worden.Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Portal „Kyjiv Independent“ berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei eine Ölförderanlage rund 40 Kilometer entfernt von Moskau ins Visier genommen worden. Die Ukraine zielt auf Anlagen der russischen Ölindustrie, um so auch den für Moskaus Kriegskasse wichtigen Energieexport zu treffen.
Russland wirft Ukraine Angriff auf AKW Saporischschja vorRussland hat der Ukraine einen tödlichen Drohnenangriff auf das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja vorgeworfen. Bei dem Angriff in der Nacht zum Montag sei ein Fahrer getötet worden, der Lebensmittel für die Mitarbeiter lieferte, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Ziele seien ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle gewesen. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe jedoch nicht. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.Die russische Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf dem Westen vor, die ukrainischen Angriffe durch mangelnde Verurteilung zu ermöglichen. Die von Russland eingesetzte Werksleitung hatte bereits am Samstag erklärt, ukrainischer Beschuss habe die externe Stromversorgung beschädigt. Das Kraftwerk werde derzeit über Notstromdieselgeneratoren versorgt. Das größte Atomkraftwerk Europas wurde in den ersten Wochen des Krieges von Russland besetzt. Seitdem werfen sich die Regierungen in Moskau und Kiew gegenseitig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.
Wadephul: Russland hat über die Ukraine hinausgehende PläneBundesaußenminister Johann Wadephul geht davon aus, dass Russland über die Ukraine hinausgehende Kriegspläne hat. Russland habe vor dem Krieg ein gutes Auskommen mit der Ukraine gehabt, zudem habe keiner Russland bedroht, das Land habe gute Lieferverträge auch mit Deutschland gehabt, sagte der CDU-Politiker in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. „Und deswegen müssen wir doch davon ausgehen, dass Russland weitergehende Pläne hat.“Auf die Frage, was genau unter weitergehenden Plänen zu verstehen sei, antwortete Wadephul, dass Präsident Wladimir Putin in der Vergangenheit den Zusammenbruch der Sowjetunion als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet habe. „Wenn das die größte Katastrophe war, dann möchte er die wahrscheinlich reparieren.“ Dazu gehöre die Ukraine, dazu gehört auch Georgien, Moldau und das Baltikum. „Das sind jetzt EU- und NATO-Mitglieder und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte.“Mit Blick auf die Verpflichtungen Deutschlands als NATO-Staat sagte Wadephul, dass Deutschland nicht erst dann angegriffen sei, wenn deutsches Gebiet angegriffen werde, sondern auch dann, wenn etwa die Grenze nach Polen, Estland, Lettland oder Litauen überschritten werde. Zwar müsse die Grenzübertretung dann noch in einem Verfahren festgestellt werden. „Aber das ist im Grundsatz unsere Zusage und Deutschland steht zu dieser Zusage“.
Feier zum Tag der Deutschen Einheit Die deutsche Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt hat anlässlich des 36. Jahrestags der Wiedervereinigung eine Feierlichkeit ausgerichtet. Der neue Botschafter Boris Ruge wandte sich auf Ukrainisch an die geladenen Gäste. Er bekräftigte die deutsche Unterstützung für das angegriffene Land und sagte, „euer Platz ist in der Europäischen Union.“ Ruge betonte aber auch die Notwendigkeit innenpolitischen Reformen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha stellte in seiner Rede einen Zusammenhang zwischen der untergegangenen DDR und der DNR her, der einst russisch kontrollierten „Volksrepublik Donezk“. Auch Bildungsministerin Karin Prien versprach der Ukraine in ihrer Ansprache weitere Solidarität.
Selenskyj erwartet Verhandlungen noch im OktoberDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. „Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. „Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen.“ Die Diplomatie müsse nun auch in Russland zur Priorität werden. „Bislang konzentrieren sie sich ausschließlich auf Angriffe auf die Ukraine und auf destabilisierende Aktivitäten in Europa“, sagte Selenskyj. Eine wichtige Aufgabe der USA und aller starken Partner der Ukraine sei es, Russland zur Diplomatie zu bewegen, „zu konkreten Schritten statt zu Tötungen“.
Deutschrusse in Lettland wegen Militärhilfe für Russland verurteiltIn Lettland ist ein Deutschrusse zu sieben Jahren Gefängnis und einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden, weil er Gelder und Güter an russisches Militärpersonal gesammelt und weitergegeben haben soll. Darunter sollen etwa Nachtsichtgeräte und Teleskope gewesen sein, meldete die lettische Nachrichtenagentur Leta unter Berufung auf das zuständige Gericht in Riga. Das Urteil gegen den Mann mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit ist noch nicht rechtskräftig. Es basierte auf Korrespondenz, Fotos und Videos, die auf dem Mobiltelefon sichergestellt wurde.Der Verurteilte bestritt die bewusste Lieferung sanktionierter Militärgüter. Nach eigenen Angaben transportierte er aus humanitären Gründen in seinem Fahrzeug Hilfsgüter wie Rollstühle, Krücken und Windeln. Vor Gericht sagte er einem Bericht des lettischen Rundfunks zufolge aus, er habe die Nachtsichtgeräte Jägern gegeben.Den Angaben zufolge soll der Mann zwischen November 2023 und September 2025 etwa 20 Mal mit einem Auto mit deutschen Kennzeichen die lettisch-russische Grenze über den Grenzübergang Terehova überquert haben. Bei einer seiner Fahrten wurde er von lettischen Behörden festgenommen.
Trump macht Ukraine für steigende Benzinpreise verantwortlichUS-Präsident Donald Trump hat die Ukraine für steigende Benzinpreise verantwortlich gemacht. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien trieben die Preise nach oben, schrieb der Republikaner am Montag auf seiner Plattform Truth Social. Zugleich warf er den Demokraten vor, Raffinerien in von ihnen regierten Bundesstaaten wie Kalifornien schließen zu lassen. Nicht mehr die Straße von Hormus sei der Grund für den Preisanstieg, behauptete Trump. Aus der Region komme inzwischen fast täglich Öl in Rekordmengen.