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23.09.2026
20:45 Uhr
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Selenskyj hält Rede bei UN-Generaldebatte +++ Trump lädt Putin zu G-20-Gipfel in Miami ein +++ Rubio trifft Lawrow in New York +++ Russische Angriffe gehen auch während UN-Generaldebatte weiter +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Baltische Staaten wollen mehr EU-Unterstützung für die DrohnenabwehrDie drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben die EU zu mehr Unterstützung bei der Abwehr von Drohnen aufgefordert. Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, er sei gemeinsam mit seinen Kollegen aus den beiden anderen baltischen Ländern an die EU-Kommission herangetreten, um zusätzliche Mittel für gemeinsame Anti-Drohnen-Kapazitäten zu erfragen. Einem Pressebericht zufolge soll es sich bei der Summe um 500 Millionen Euro handeln.Die baltischen Staaten, allesamt Mitglieder der EU und der Nato, handelten „geschlossen, zügig und proaktiv“, erklärte Kaunas weiter. „Indem wir die Grenzen der baltischen Staaten schützen, schützen wir auch die Ostgrenze der Europäischen Union tragen unmittelbar zur Sicherheit unserer Bürger und Europas als Ganzem bei.\" Die in einem Bericht der finnischen Zeitung „Iltalehti“ genannte Summe von einer halben Milliarde Euro bestätigte der Minister nicht.
OpenAI gewährt Ukraine Zugang zu besonders leistungsfähiger KI für CybersicherheitDas US-Unternehmen OpenAI gewährt der Ukraine Zugang zu seinen besonders leistungsfähigen KI-Anwendungen für Cybersicherheit. Die Regierung in Kiew werde in das bislang nur eingeschränkt zugängliche Programm „Daybreak“ aufgenommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Technologie soll dabei helfen, Schwachstellen in Computersystemen aufzuspüren und zu beheben und so insbesondere die zivile Infrastruktur besser gegen Cyberangriffe zu schützen.Die Ukraine ist nach Angaben von OpenAI anhaltenden Cyberangriffen aus Russland ausgesetzt. Im vergangenen Jahr registrierte die zuständige ukrainische Behörde demnach fast 6000 Vorfälle, darunter Angriffe auf Computersysteme von Krankenhäusern sowie auf den Energie- und Telekommunikationssektor.OpenAI hat nach eigenen Angaben bereits der EU-Agentur für Cybersicherheit Enisa sowie mehreren Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und Polen, spezielle KI-Modellen für IT-Sicherheit zur Verfügung gestellt.Die Ankündigung des Technologiekonzerns erfolgte am Rande der UN-Generalversammlung in New York.
Russland greift Kongresszentrum in Kiew an Nach Angaben des gut informierten Bloggers Serhij Sternenko hat Russland am Mittwochabend mehrfach das Kongresszentrum “Parkowyj” angegriffen. Es liegt im Zentrum der Stadt unweit des Parlaments und des Stadions von Dynamo Kiew. Seinen Angaben zufolge haben dort auch die wichtigsten Abgeordneten aus der Präsidentenpartei „Diener des Volkes“ ihre Büros.
Mindestens zwei Tote während Drohnenangriffen auf KiewDie russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew den ganzen Tag über mit Kampfdrohnen angegriffen. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Bis zum Abend wurden 43 Verletzte gezählt. In der Millionenstadt waren immer wieder Einschläge und das Feuer der Flugabwehr zu hören, die auf die russischen Drohnen schoss. Zwei Internetprovider informierten über Probleme nach einem Treffer in einem Datenzentrum. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Russland vor, speziell die Alarmvorrichtungen zum Schutz der Bevölkerung zu attackieren. „Schnelle Warnungen vor Bedrohungen durch Raketen und Drohnen sind wichtig, sie retten Leben“, schrieb Sybiha auf der Plattform X. Auch ein Kongresszentrum, ein Bürogebäude, eine Pharmafabrik und eine Tankstelle wurden den Angaben zufolge getroffen
USA laden Putin zu G-20-Gipfel einDie USA laden Russlands Herrscher Wladimir Putin zum G-20-Gipfel im Dezember in Miami ein. „Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt“, sagte der amerikanische Außenminister Marco Rubio am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G-20-Gruppe inne. Rubio und der russische Außenminister Sergej Lawrow sind am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu einem Treffen zusammengekommen. Das russische Außenministerium teilte Fotos davon auf der Plattform X.„Um Probleme zu lösen, muss man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt“, sagte Rubio nach einem Treffen mit Lawrow. „Daher haben wir Präsident Putin zum G-20-Gipfel eingeladen.“ Der Gipfel soll im Dezember in einem Golfclub von US-Präsident Donald Trump stattfinden. In der G-20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte Mitte September, wenn er eingeladen werde, sei er bereit, zu dem G-20-Gipfel zu kommen und mit Putin zu sprechen.
Mindestens vier Tote bei russischem Angriff in DonezkBei russischen Luftangriffen sind im ostukrainischen Gebiet Donezk mindestens vier Menschen getötet worden. Nach Angaben von Militärgouverneur Wadym Filaschkin vom Mittwoch wurden vier weitere Menschen verletzt. Insgesamt seien vier Gleitbomben auf die Siedlung Olexandriwka abgeworfen worden, so Filaschkin auf Telegram..Demnach wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus komplett zerstört und elf beschädigt. Schäden habe es auch an 42 Einfamilienhäusern, einem Kindergarten, einem Geschäft und einem Verwaltungsgebäude gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Bewohner der umkämpften Region zur Flucht auf. Olexandriwka liegt etwa 40 Kilometer von der Frontlinie entfernt.Gleitbomben sind Bomben, die mit Flügelkonstruktionen ausgestattet sind. Sie werden von russischen Kampfjets aus großer Entfernung und Höhe abgeworfen. So können sie ungefährdet von der ukrainischen Flugabwehr ins Ziel gleiten. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
Zwei Tote in Kiew durch Angriffe In Kiew sind am Mittwochmittag nach russischen Angriffen zwei Menschen ums Leben gekommen und mindestens 36 weitere verletzt worden. Mehrere russische Drohnen mit Strahlantrieb schlugen gegen Mittag in der Nähe des Hauptbahnhofs ein. Ein Einkaufszentrum, ein Marktgebäude, ein Bürohaus und Bahnanlagen wurden getroffen.
Nach Sanktionsaufhebung für Oligarchen: Aserbaidschan begnadigt inhaftierten FranzosenNach der Streichung von zwei russischen Oligarchen von der Sanktionsliste der EU hat der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew am Mittwoch den wegen Spionagevorwürfen inhaftierten Franzosen Martin Ryan begnadigt. Insgesamt begnadigte Alijew 20 Menschen, wie es in einem am Mittwoch auf der Website des Präsidialamts veröffentlichten Dekret heißt. Dies sei unter Berücksichtigung unter anderem der gesundheitlichen Verfassung und familiärer Umstände der Inhaftierten geschehen. Zuvor hatte Frankreich darauf gedrängt, dass die EU die Sanktionen gegen den russisch-usbekischen Milliardär Alischer Usmanow im Gegenzug für die Freilassung von Ryan sowie weiterer in Aserbaidschan inhaftierter französischer Gefangener aufhebt. Nach der Maßnahme zugunsten Usmanows verlangte Luxemburg auch die Aufhebung der Sanktionen gegen den russischen Milliardär Michail Fridman, der gerichtlich gegen die Einfrierung seiner Vermögenswerte gegen Luxemburg vorgegangen war.Die EU-Mitgliedsstaaten hatten sich am Dienstag kurz vor dem Ablauf einer Frist darauf geeinigt, ihre Russland-Sanktionen gegen rund 3000 Menschen und Organisationen um 36 Monate zu verlängern. Nur Usmanow und Fridman wurden von der Liste gestrichen.
Düstere Wolken über KiewNach morgendlichen Einschlägen hängen dunkle Rauchschwaden über der ukrainischen Hauptstadt. Es riecht verbrannt. Die Bahn berichtet in sozialen Medien über einen Einschlag in der Nähe des Hauptbahnhofs. Der Bahnhof sei selbst sei nicht beschädigt, Menschen werden aber dazu aufgerufen in Schutzräumen zu bleiben.
Mindestens drei Tote bei russischen AngriffenBei russischen Angriffen in verschiedenen Teilen der Ukraine sind mindestens vier Menschen getötet und mehrere verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew kam Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge ein Mensch ums Leben. Der Mann sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, schrieb Klitschko bei Telegram. Zuvor sprach er von mindestens acht Verletzten infolge russischer Angriffe. Es gab demnach Schäden in mehreren Stadtteilen. Unter anderem habe es einen Drohneneinschlag in einer Tankstelle gegeben.Russland attackierte einmal mehr auch Sumy im Nordosten der Ukraine. In der Stadt habe es Einschläge an vier Orten gegeben, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow mit. Getroffen wurden demnach eine Wohngegend und zivile Infrastruktur. Es gebe einen Verletzten.In Charkiw im Osten der Ukraine kam bei Angriffen am Abend Bürgermeister Ihor Terechow zufolge ein Mensch ums Leben, weitere wurden demnach verletzt. In der Stadt Isjum im Gebiet Charkiw wurden nach Behördenangaben bei Attacken acht Menschen verletzt. Infolge des Beschusses kam es in mehreren Stadtteilen demnach zu Stromausfällen.Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja wurde nach Angaben von Militärgouverneur Mychajlo Semikin ein Mensch in der Siedlung Kuschuhum getötet. Zwei weitere seien bei einem Einschlag in ein Einkaufszentrum in Saporischschja verletzt worden.Das Verteidigungsministerium in Moskau gab am Morgen an, in Kiew und dem Umland einen Lagerraum für Teile zur Drohnenherstellung und einen Rüstungsbetrieb attackiert zu haben. In Odessa habe Moskau drei Logistikzentren mit Militärgütern und Gütern mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte angegriffen, hieß es. In der Region sei außerdem ein Lager für Drohnenbauteile ins Visier genommen worden. Das Ministerium bestätigte auch einen Angriff auf ein Schiff. Es soll Militärgüter nach Odessa transportiert haben, hieß es zur Begründung. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Russland greift Hafen und Schiff anRussland hat die Hafen- und zivile Infrastruktur in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa angegriffen. Dies teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf dem Messengerdienst Telegram mit. Getroffen wurden demnach auch Lagerhäuser für Medikamente, Haushaltswaren und Lebensmittel. Zudem beschoss Russland in der Nacht ein unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrendes Frachtschiff im Schwarzen Meer, wie die ukrainische Hafenbehörde ebenfalls auf Telegram mitteilt. Dabei wurde der Kapitän getötet. Der Angriff löste einen Brand aus, der jedoch gelöscht werden konnte. Die Besatzung wurde in Sicherheit gebracht.
Rubio will Lawrow treffenDer amerikanische Außenminister Marco Rubio trifft am Mittwoch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in New York zusammen. Das Treffen werde am Rande der UN-Vollversammlung stattfinden, teilte das US-Außenministerium mit.Ebenfalls am Mittwoch wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als Redner bei der UN-Generaldebatte erwartet. Selenskyj hatte zuvor die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur. Ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung bezeichnete Selenskyj später auf der Plattform X als „positiv und produktiv“.
Selenskyj: Ukraine bereit zu Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen Die Ukraine ist im Krieg mit Russland weiter zu einer Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen bereit. „Das heißt, wir werden keine Angriffe auf Energieanlagen durchführen – auf den gesamten Energiesektor, auf alles“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Vorschlag unter Verweis auf eine angestrebte umfassende Friedensregelung bereits abgelehnt.Zugleich betonte Selenskyj, dass Trump ihn nicht darum gebeten habe, auf Angriffe unter anderem auf die Ölindustrie in Russland zu verzichten. Vor einigen Tagen hatte der US-Präsident steigende Dieselpreise in den USA auf ukrainische Attacken gegen russische Raffinerien zurückgeführt.Bei dem knapp einstündigen Gespräch seien auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen von Selenskyj angesprochen worden. „Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder ,Ja‘ oder ,Nein‘ sagen. Das Gute daran ist, dass niemand ,Nein‘ gesagt hat“, gab der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben. Selenskyj erklärte, „sowohl die USA als auch die Ukraine wollen, dass dieser sinnlose russische Krieg vor dem Winter endet“. Er habe mit Trump über „Deeskalationsmaßnahmen gesprochen, die den Weg für die Diplomatie ebnen könnten“.
Kiew verurteilt Aufhebung von Sanktionen gegen russische OligarchenDer ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Streichung von zwei russischen Oligarchen von der Sanktionsliste der EU verurteilt. Die Entscheidung, die Sanktionen gegen Alischer Usmanow und Michail Fridman aufzuheben, sei „beschämend und unentschuldbar“, schrieb Sybiha am Dienstag auf der Onlineplattform X. Er forderte die EU-Mitgliedstaaten auf, stattdessen „nationale Sanktionen“ gegen die beiden russischen Milliardäre zu verhängen.Sybiha schrieb weiter, Moskau freue sich, „erreicht zu haben, was es wollte: ein Gefühl der Straflosigkeit, die Demütigung der EU und Spaltung unter den Europäern“. Wie es dazu kam, dass die EU die beiden Oligarchen von ihrer Sanktionsliste genommen hat, lesen Sie hier: