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13.08.2026
08:20 Uhr
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Besuch auf umstrittener Insel +++ Im Juli so viele zivile Opfer in der Ukraine wie nie zuvor +++ Drohnenangriff auf Zug +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Kiew erhält 261 Soldatenleichen zurück – Moskau 24Die Ukraine hat nach eigenen Angaben Leichname von Soldaten von Russland erhalten. Die sterblichen Überreste von 261 Gefallenen, bei denen es sich laut der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Russland erhielt nach Angaben aus Moskau im Gegenzug von der Ukraine 24 Leichen zurück.In Kiew gab der Stab bekannt, dass Ermittler und Gerichtsmediziner nun die Toten identifizieren würden. Vermittelt habe den Austausch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, hieß es. Zuletzt hatte es im Juli eine Übergabe von Leichen gegeben. Neben Gefangenenaustauschen und Familienzusammenführungen gehören diese Rückführungen zu den verbliebenen humanitären Kontakten zwischen den Kriegsparteien.
Russischer Offizier auf der Krim getötetIn der auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim gelegenen Hafenstadt Sewastopol ist ein russischer Offizier bei einem Anschlag getötet worden. Eine Frau sei wegen des Verdachts festgenommen worden, die Tat im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes verübt zu haben, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew mit. Eine ukrainische Stellungnahme liegt noch nicht vor. Bei der Verdächtigen handelt es sich der Nachrichtenagentur Tass zufolge um eine russische Staatsbürgerin. Unabhängig davon kommen in Sewastopol in der Nacht bei der Entschärfung eines Sprengsatzes fünf Menschen ums Leben, wie Raswoschajew weiter erklärt.
Russische Raffinerie nach Drohnenangriff für Monate außer BetriebNach einem ukrainischen Drohnenangriff stellt eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk den Betrieb vollständig ein. Die Reparatur der beschädigten importierten Anlagen könne wegen der Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnt vor Kraftstoffengpässen für Autofahrer. Die Ukraine nimmt verstärkt russische Raffinerien ins Visier, um die Treibstoffversorgung zu stören. Die Anlage in Orsk hat eine Jahreskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl.
So viele zivile Opfer wie noch nie seit Beginn des russischen KriegsIm Juli sind in der Ukraine laut den Vereinten Nationen mehr Zivilisten verletzt oder getötet worden als in jedem anderen Monat seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022. Der Konflikt verschärfe das Leiden der Bevölkerung immer weiter, erklärte die UN-Beobachtermission für Menschenrechte in Kiew.Den Angaben zufolge wurden im Juli 437 Tote und 2610 Verletzte registriert. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei höher, die Mission führe ihre Dokumentation fort. In jedem Monat des laufenden Jahres sei die Opferzahl im Vergleich zum Vormonat gestiegen.In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 habe die Gewalt in der Ukraine zu 12.477 zivilen Opfern geführt (1.839 Tote und 10.638 Verletzte). Das entspreche einem Anstieg um 44 Prozent im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2025 (1434 Tote und 7216 Verletzte). Im gleichen Zeitraum 2024 seien 1188 Tote und 4560 Verletzte registriert worden.Auch die Zahl der gemeldeten zivilen Opfer in Russland sei im Juli 2026 angestiegen. Nach Angaben der russischen Behörden seien im Juli 79 Zivilisten getötet und 601 weitere verletzt worden. Die UN-Mission habe diese Zahlen nicht unabhängig überprüfen könne. Russland startete im Februar 2022 seine militärische Vollinvasion gegen die Ukraine.
Russische Drohne trifft PassagierzugNach Angaben der ukrainischen Eisenbahn hat eine russische Drohne im Gebiet Odessa einen Passagierzug getroffen. Durch den Einschlag seien der Lokführer und sein Assistent ums Leben gekommen. Von den 340 Fahrgästen sei hingegen niemand zu Schaden gekommen. Laut dem Chef der ukrainischen Eisenbahn handelte es sich um einen gezielten Angriff. Dabei kam offenbar eine neue Geran-Drohne mit Strahlantrieb zum Einsatz. Diese sind weitaus schneller als frühere Modelle mit Propellerantrieb und deshalb schwerer abzufangen.
Selenskyj: Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-RaketenDie Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagte der Staatschef in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CNN.Seinem Land stünden in diesem Jahr „zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025“, sagte Selenskyj. Dagegen habe Russland „monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor“.
Moskaus Krieg gegen Kiew – Eskalation statt VerhandlungenIm russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen die Zeichen derzeit auf Eskalation. Verhandlungen sind nicht in Sicht. An der Front gibt es kaum Bewegung. Weder für Moskau noch für Kiew ist der Abnutzungskrieg zu gewinnen. Zugleich haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert – mit empfindlichen Treffern im Hinterland. Zur Lage und zu den Perspektiven im fünften Jahr der russischen Invasion einige Fragen und Antworten:
Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem DrohnenangriffDie Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.Russland führt seit fast viereinhalb Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung.
Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machenInmitten zunehmender russischer Attacken hat die Ukraine entschieden, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden „bestimmte Änderungen“ bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte am Mittwoch Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Onlinedienst Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe zerstörten oder abgefangenen Raketen werde nicht mehr genannt, teilte Ihnat mit. Gleiches gelte für russische Raketen, „die ihr Ziel nicht erreicht haben“. Bisher hatten die ukrainischen Streitkräfte de facto täglich eine Bilanz der russischen Angriffe mit genauen Zahlen veröffentlicht.
Selenskyj: 26 Ortschaften in diesem Jahr befreitUkrainische Truppen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr 745 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet im Südosten des Landes befreit. Dies entspricht etwa der Fläche Hamburgs. Dabei seien 26 Ortschaften in den Gebieten Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja wieder unter die Kontrolle Kiews gebracht worden, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Die Offensive sei genau nach Plan verlaufen. Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das von keiner Seite vollständig kontrolliert wird. Die Angaben konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
Russland rationiert Benzin in Region Orenburg nach DrohnenangriffIn der südrussischen Ural-Region Orenburg wird nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie der Kraftstoff rationiert. Die Lage vor Ort sei „schwierig“, teilte Gouverneur Jewgeni Solnzew auf Telegram mit. Er führe deshalb Beschränkungen für den Verkauf von Benzin ein. Dazu gehören ein Verbot des Befüllens von Kanistern, Begrenzungen der Verkaufsmenge sowie ein System, das den Verkauf je nach Kennzeichen auf ungerade oder gerade Tage beschränkt.
NATO: Russland trägt volle Verantwortung für LuftraumverletzungenDie Botschafter der NATO-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilte das Bündnis mit. Die NATO-Mitglieder sichern den betroffenen Verbündeten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands. Die NATO baue ihre integrierte Luft- und Raketenverteidigung im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die NATO sei bereit, jede Aggression abzuschrecken und abzuwehren.
Putin droht europäischen Ländern wegen „Piraterie und Raub“ mit VergeltungRussland droht europäischen Ländern, die Öl und andere Güter von beschlagnahmten Schiffen seiner „Schattenflotte“ veräußern, mit Vergeltung. Herrscher Wladimir Putin bezeichnete die entsprechende Erlaubnis der EU in deren jüngstem Sanktionspaket am Mittwoch als „Piraterie und Raub“. Werde sie umgesetzt, „werden wir gezwungen sein, spiegelbildlich zu antworten. Und zwar nicht unbedingt in jenen Gewässern, in denen Angriffe auf unsere Schiffe und Boote geplant sind, sondern dort, wo wir selbst dies für notwendig und sinnvoll erachten“, fügte Putin hinzu und nannte als Beispiel den Zuständigkeitsbereich seiner Pazifikflotte, an deren Manöver er teilnahm. Der Kommandeur der russischen Pazifikflotte sagte, allein im Bereich der Kurilen-Inseln seien von Ende April bis Anfang August von 1001 Schiffen 379 unter der Flagge „unfreundlicher Staaten“ (die Sanktionen gegen Russland verhängt haben) gefahren, darunter 26 aus Großbritannien und neun aus Frankreich. Diese Länder sowie Belgien und Schweden haben seit Jahresbeginn mindestens zehn Schiffe der „Schattenflotte“ beschlagnahmt. Auch die USA haben im Januar einen solchen Tanker aufgebracht und jüngst zur Verschrottung verkauft. Doch Putin, der sich stets um die Gunst von Präsident Donald Trump bemüht, beschränkte seine Kritik auf die Europäer.
Drohnenangriff auf Kiew am NachmittagAm frühen Nachmittag hat Russland die ukrainische Hauptstadt mit zahlreichen Drohnen angegriffen. Im Zentrum der Stadt waren währenddessen lautes Flugabwehrfeuer und auch mehrere Einschläge zu hören. Bislang berichtete Bürgermeister Vitali Klitschko lediglich, ein Gebäude im Bezirk Darnitzkyj sei getroffen worden.Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge setzte Russland neue Drohnen mit Strahlantrieb ein. Sie sind weitaus schneller als Drohnen mit Propeller und deshalb für die Luftverteidigung schwerer abzufangen.