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20.07.2026
07:43 Uhr
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Neue Angriffswelle auf Iran +++ Revolutionsgarden: Öltanker in der Straße von Hormus gesprengt +++ Konflikt bremst Schiffsverkehr +++ alle Entwicklungen im Liveblog

USA zeigen sich zu weiteren Gesprächen mit Iran bereitDie USA sind trotz neuer Angriffe gegen Iran laut Außenminister Marco Rubio weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit. „Wir sind stets offen für Diplomatie“, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug zum Außenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Es müsse aber eine Vereinbarung sein, die Teheran auch bereit sei, einzuhalten. „Wir haben es mehrfach mit Iran versucht und werden es auch weiterhin versuchen. Sollte sich diese Tür öffnen, würden wir das begrüßen“, so Rubio. Teheran hat unterdessen nach eigenen Angaben Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen.“
Schiff in der Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist wieder ein Schiff angegriffen worden. Es sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. „Der Brand ist nicht gelöscht worden und das Schiff treibt derzeit“ auf See, meldete UKMTO. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren. Ein unter der Flagge Maltas fahrender Öltanker habe an diesem Standort einen Notruf abgesetzt, berichtete die Sicherheitsfirma Ambrey. Irans Revolutionsgarde teilte der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge „explodiert“. Diese beiden „Abweichler“ hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über „die unsichere Route“ zu fahren. Die Schiffe seien unter Druck des US-Militärs gezwungen worden, nicht die „ausgewiesenen sicheren Seewege“ zu nutzen.
US-Außenminister Rubio: Andere Länder müssen mehr für Schutz der Straße von Hormus tunUS-Außenminister Marco Rubio hat mit Blick auf den Konflikt um die Straße von Hormus andere Länder zu mehr Druck auf den Iran aufgefordert. Die Vereinigten Staaten würden „weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen“, sagte Rubio am Sonntag (Ortszeit). Andere Staaten müssten jedoch „durch Ausrüstung oder Finanzmittel“ ihren Beitrag dazu leisten. „Zumindest einige Leute im Iran“ wollten die wirtschaftlich bedeutende Meerenge kontrollieren und somit als „Druckmittel gegenüber der Welt“ einsetzen, sagte Rubio. Er äußerte sich vor einer Reise auf die Philippinen, wo er an einem Treffen der Außenminister der südostasiatischen Asean-Staaten teilnehmen wollte.Die Führung in Teheran hält die für die internationale Schifffahrt äußerst wichtige Meerenge wegen des Iran-Kriegs de facto geschlossen. Immer wieder wurden dort Schiffe angegriffen.
US-Militär erklärt neue Angriffswelle in Iran für beendetDas US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele in Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit. Das Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge. Im Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge ist der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder eskaliert.
Brent-Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit JuniNach den neuen US-Angriffen auf den Iran ist der Ölpreis für die Nordseesorte Brent zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen. Im Handel an den asiatischen Börsen wurden am Montag gegen 03.00 Uhr MESZ für ein Barrel Brent bei Lieferung im September 90,50 Dollar (79,16 Euro) aufgerufen, ein Anstieg von 2,72 Prozent. Zwischenzeitlich wurde die Marke von 91 Dollar überschritten, der höchste Preis seit Juni. Die Sorte West Texas Intermediate legte um 2,39 Prozent auf 84,46 Dollar zu.Die US-Armee hatte am Sonntag (Ortszeit) neue Angriffe auf Iran bekanntgegeben. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) erklärte, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. In der für die weltweite Schifffahrt bedeutenden Meerenge waren zuletzt immer wieder Tanker angegriffen worden. Der Krieg zwischen den USA und Iran war zuletzt wieder eskaliert. Die US-Armee überzog den Iran mit einer Angriffswelle. Der Iran attackierte seinerseits Ziele in mehreren Golfstaaten.
Iran: Zwei Öltanker in der Straße von Hormus gesprengtNach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garden keine Angaben.
Medien: USA verlegen weitere Kampfflugzuge nach NahostDie USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfflugzeuge vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Auch die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden.
Nahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Die USA erklärten am Sonntag, sie hätten in der achten Nacht in Folge Luftangriffe auf Ziele in Iran geflogen. Die mit den USA verbündeten Staaten Kuwait und Bahrain meldeten zudem weitere iranische Attacken. Beide Seiten nehmen zunehmend die Schifffahrt ins Visier. Die US-Regierung setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade vor iranischen Häfen durch. Iran geht seinerseits gegen Schiffe vor, die aus seiner Sicht die Regeln in der Straße von Hormus verletzen. Durch die Meerenge wird üblicherweise etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit.
US-Armee meldet neue Angriffe auf Iran – Trump: „Zu Ehren“ getöteter SoldatenDie US-Armee hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Angriffe auf Iran ausgeführt. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X, mit den Attacken sollten die militärischen Fähigkeiten von Iran geschwächt werden, die für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute genutzt würden. US-Präsident Donald Trump sagte, die Attacken erfolgten als Reaktion auf die zuletzt im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten. „Wir haben sie heute Abend wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump mit Blick auf den Iran. Das sei „zu Ehren“ der „wahrscheinlich drei großartigen Patrioten“ erfolgt, sagte der Präsident vor Journalisten bei seiner Rückkehr vom Fußball-WM-Finale vor den Toren von New York nach Washington.
Straße von Hormus: Schiff nahe dem Oman in BrandIn der Straße von Hormus steht nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet, teilte UKMTO weiter mit. Die Brandursache sei zunächst noch unklar. Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während die Behörde den Vorfall untersuche.
Berichte über neue Explosionen im IranNach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, greift das US-Militär nach eigenen Angaben in der nunmehr neunten Nacht in Folge an. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Im Streit um die wichtige Meerenge eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder.
Drohnen über Kuwait - Explosionen in IranDie kuwaitische Luftabwehr geht nach Angaben des Militärs derzeit gegen „feindliche“ Drohnen vor. Unterdessen berichtet der iranische Sender Press TV von US-Angriffen auf die iranische Stadt Täbris. Zudem meldet die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim, im Südwesten des Landes seien in den Städten Bandar Mahschahr und Bandar Imam Chomeini mehrere Explosionen zu hören gewesen
Neunte Nacht in Folge: US-Angriffe gegen Iran gehen weiterDas US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele in Iran attackiert. Die Angriffe seien um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die Iran für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus einsetze.Im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. Die USA meldeten in der vergangenen Woche so viele Tote in den eigenen Reihen wie seit Monaten nicht mehr.
Die syrische Führung möchte sich eigentlich aus dem Irankrieg heraushalten. Ministerpräsident al-Scharaa ist bereits mit bewaffneten Konflikten im Inneren beschäftigt. Nun wurde Syrien aber dennoch Ziel iranischer Angriffe. Lesen Sie hier eine Einschätzung unseres F.A.Z.-Korrespondenten Christoph Ehrhardt.