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17.08.2026
15:42 Uhr
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Yadollah Javani: Krieg soll auf Grundlage des Rahmenabkommens beendet werden ++++ Jared Kushner trifft Hamas-Anführer in Ägypten +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Huthi setzen Angriffe fortDie von Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben mehrere Kriegsschiffe Saudi-Arabiens im Roten Meer angegriffen. Ein saudi-arabisches Landungsschiff und vier begleitende Patrouillenboote seien vor der Küste des Jemen nahe der Hafenstadt Mokka mit mehreren ballistischen Raketen beschossen worden, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Montag. Jemenitischen Armeekreisen zufolge haben die Huthi zudem Ziele in der Nähe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab angegriffen. Die mit Iran verbündete Miliz habe fünf ballistische Raketen auf Stellungen der international anerkannten jemenitischen Regierung gefeuert, hieß es weiter. Um welche Ziele es sich dabei genau handelte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Es war den Angaben zufolge zunächst unklar, ob es dabei Schäden oder Opfer gab.
Kreise: Kushner mit Netanjahu zusammengetroffen Im Ringen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Aus Diplomatenkreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass das Treffen des Sondergesandten und Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump mit Netanjahu am Montagvormittag begonnen habe. Es wurde erwartet, dass Netanjahu auch mit Nickolay Mladenov, dem Gaza-Gesandten des von Trump ins Leben gerufenen „Friedensrat“, zusammentreffen würde. Diesen hatte Kushner bereits am Sonntag in Ägypten getroffen. Israelischen Medien zufolge sollte zudem der ehemalige britische Premierminister Tony Blair an den Gesprächen beteiligt sein. Ein Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas sagte, die Hamas habe Kushner mitgeteilt, dass Druck auf Netanjahu ausgeübt werden solle. Dessen Regierung solle sich an die getroffenen Vereinbarungen halten und diese umsetzen.
Iranischer Angriff auf kurdischen Ministerpräsidenten im IrakDer Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag zum Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani am Montag auf der Plattform X. Opfer habe es nicht gegeben.Der Regierungschef verurteilte „die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste“. Sie stellten eine „gefährliche Eskalation“ dar und seien eine „direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region“. Kurdischen Einheiten zufolge erfolgte die Attacke um kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Dabei seien „zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110“ zum Einsatz gekommen. Seit Beginn des Irankriegs wurde die autonome Kurdenregion im Nordirak mehrfach beschossen. Die Angriffe richteten sich dabei auch gegen iranisch-kurdische Exil-Oppositionsgruppen und US-Stützpunkte.
Trump begrüßt Verteidigungsabkommen zwischen Saudi-Arabien, Türkei und PakistanEs waren symbolstarke Bilder, als die drei Anführer wichtiger islamischer Mächte vor anderthalb Wochen ihren Schulterschluss zelebrierten. Nun hat US-Präsident Donald Trump das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen begrüßt. „Es zeigt, wie der Nahe Osten zusammenkommt und wie die Länder endlich in der Lage sein werden, sich auf bedeutendere Weise zu verteidigen“, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er bezeichnete das Vorgehen als einen „große, mutigen, wichtigen ersten Schritt“.Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das „Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka“ am 7. August bekanntgegeben. Sie schlossen es infolge des Irankriegs und seiner Folgen. Die Hintergründe des Abkommens haben unsere Korrespondenten Friederike Böge und Christoph Ehrhardt aufgeschrieben:
Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurückDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.
Trumps Gesandter Kushner trifft mit Hamas-Anführern zusammen Im Bemühen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit führenden Vertretern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengetroffen. Bei dem Treffen in Ägypten am Sonntag forderte der Sondergesandte und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump die Hamas abermals zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlautete. Eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens schloss Kushner demnach weiter aus. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen „nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel“ werden dürfe. Die Hamas beteuerte den Angaben zufolge bei dem Treffen ihr Bekenntnis zu dem Friedensplan, der von Israel zurückgewiesen wird. Die Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurde bei dem Treffen unter anderem durch ihren neuen Anführer Chalil al-Hajja vertreten.Vertreter von acht mehrheitlich muslimischen Staaten verurteilten derweil die Zurückweisung des Gaza-Friedensplans durch Israel. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, Indonesien, Katar, der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate „die von Israel erklärte Zurückweisung des Rahmenplans“ sowie eines Palästinenserstaats. Sie warfen Israel vor, die Umsetzung des Plans sowie „die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden“ im Gazastreifen zu torpedieren. Die Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschuldigte die Unterzeichner daraufhin, Netanjahu „zur Strecke bringen“ zu wollen.
Israel meldet Tötung eines ranghohen Hizbullah-KommandeursDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hizbullah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hizbullah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.
Qatar streitet Gefangennahme iranischer Piloten abQatar hat die Darstellung Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten. Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die „irreführenden Aussagen“ zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren. Qatar vermittelt neben Pakistan im Konflikt zwischen Iran und den USA.Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die qatarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Irankriegs abgestürzt waren. Das Schreiben, in dem nach iranischen Medienberichten auch angeprangert wurde, dass die qatarische Regierung den angeblichen Gefangenen nicht erlaube, ihre Familien oder mit ihrem Fall befasste iranische Vertreter zu kontaktieren oder zu treffen, soll an das internationale Rote Kreuz gerichtet worden sein.
Mindestens neun Tote in Südlibanon nach Angriff IsraelsIm Süden Libanons sind bei israelischen Luftangriffen dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Allein sieben Menschen seien ums Leben gekommen, als Kampfflugzeuge im Morgengrauen ein Haus in dem Dorf Ansar bombardierten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Samstag. 19 Menschen seien verletzt worden. Unter den Toten seien drei Kinder und zwei Frauen. Zwei weitere Menschen kamen demnach außerdem bei einem Angriff auf das Dorf Deir el-Zahrani ums Leben. Elf Menschen seien zudem verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht zum Samstag in einer von ihnen als Sicherheitszone bezeichneten Region in Südlibanon Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hizbullah-Miliz attackiert. Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf Aktionen gegen seine Soldaten. „Die Märtyrer des israelischen Angriffs auf das Dorf Ansar sind keine 'militärische Infrastruktur', und die dabei getöteten Frauen und Kinder sind keine militärischen Ziele“, erklärte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam auf der Plattform X.Es ist einer der Angriffe mit den meisten Todesopfern, seit Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass israelische Truppen im von ihnen besetzten Süden Libanons entwaffnet ist und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt.
Iran: Ölteppich nahe der Insel GeschmNach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormus kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung „Etemad“.Bereits am Freitag hatte der staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien. Es seien unter anderem Mangrovenwäldern betroffen. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt.In dem Irna-Bericht hieß es, auch Brutgebiete für Meeresschildkröten seien betroffen. Man gehe davon aus, dass die Ölverschmutzung vom Meer aus an die Küste getrieben worden sei. Die genaue Ursache sei bisher nicht ausgemacht, hieß es bei „Etemad“.Um faktisch die Schifffahrt durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren, hatten Streitkräfte der Islamischen Republik seit Ausbruch des Irankriegs viele Frachter attackiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade für iranische Schiffe und feuerten ebenfalls mehrfach auf sie, um sie manövrierunfähig zu machen.Auch an der Küste Omans breitet sich ein Ölteppich aus. Dort war der Tanker „Caroline Bezengi“ auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht. Er droht nach Experteneinschätzung auseinanderzubrechen. Ob die Ölverschmutzung an der iranischen Küste mit der „Caroline Bezengi“ in Zusammenhang steht, war zunächst unklar.
Araghtschi: Iran hat noch nicht über Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA entschiedenIran hat nach den Worten seines Außenministers Abbas Araghtschi noch nicht über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA entschieden. Der Austausch von Botschaften über Qatar und Pakistan sei nicht mit Verhandlungen gleichzusetzen, sagt Araghtschi dem iranischen Nachrichtenportal Shahrara News. Gespräche mit dem Oman konzentrierten sich auf die Festlegung einer Seeroute durch die Straße von Hormus. Die USA müssten zuerst Bedingungen für eine Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge erfüllen.
Vier Tote bei Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf den Hafen von MuchaBei einem Raketenangriff der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung des Jemen mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gehörten.
Frist verstreicht: Irankrieg vor ungewisser ZukunftAuch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Irankrieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Abend mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus. Iran weist die Pläne zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings mehrfach verstoßen worden.
VAE: Angriff auf Schiff von staatlichem Ölkonzern in der Straße von HormusDie staatliche Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Abu Dhabi National Oil Company, meldet einen Angriff auf eines ihrer Schiffe in der Straße von Hormus. Bei dem Vorfall am Freitag habe es keine Verletzten gegeben, teilt das Unternehmen mit.